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Re: Galerina oder Tubaria???

Werner2 ⌂, (vor 6181 Tagen) 1.517 Beiträge @ interhias

Hallo Hias,
ich denke, das sind keine Tubaria oder Galerina.
Schau doch mal bei Naucoria. Ich glaube, da gibt es auch glattsporige Arten.
Gruß Werner
.
.

Servus zusammen!
Die folgenden Bildchen stammen von zwei Aufsammlungen eines Schwammerls, das
mich vor einige Rätsel stellt. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen:
Kollektion 1:

Kollektion 2:

Makroskopisch sehen die Pilzchen wie eine Galerina aus. Die dunkel
honigbraunen, bis zum Scheitel gerieften Hüte ohne Velum und relativ
dunklen Stiele sind sehr typisch. Vielleicht hat sie jemand von euch schon
mal so gesehen. Ich glaube nicht, dass die Art selten ist, da wir sie
letztes bzw. vorletztes Wochenende jeweils auf einer Ruderalstelle im
montanen Fichten/Tannenwald auf Erde gefunden haben.
Als Galerina kriege ich diese Schwammerln nicht geschlüsselt und ich bin mir
auch gar nicht sicher, dass es eine Galerina ist, denn die Sporen sind
sehr blass ocker, völlig glatt und meiner Einschätzung nach nicht
dextrinoid. Sie sind regulär ellipsoid bis deutlich mandelförmig und
ergeben zusammen mit den zylindrisch-welligen bis kopfigen Cheilozystiden
eher das mikroskopische Bild einer Tubaria. Wer weiß, vieleicht müsste man
in einer dritten Gattung suchen?
Nun noch eine Beschreibung und ein paar Mikrofotos: Funddaten: MTB
8135-2-4-4, 690 m; Kleinhartpenning, Buch, im Fichten-Tannenwald, an der
Böschung einer Fahrspur, auf Erde; gesellig bis kleinbüschelig (10 Fk);
Hut: bis 2 cm breit, jung halbkugelig, später flach gewölbt und meist mit
deutlich abgesetztem, rundlichem Buckel, trocken, matt, bis zum Scheitel
durchscheinend gerieft, dunkel honigbraun bis kastanienbraun, am Scheitel
bisw. schwarzbraun; hygrophan, ockerbraun ausblassend; Stiel: bis 37 x
2,5 mm, zylindrisch, schlank, basal gleichdick oder schwach erweitert,
gerne etwas exzentrisch inseriert, apikal bereift bis beschürfelt,
stielabwärts weißlich überfasert, meist +/- hutfarben, zur Basis hin
dunkler, bis schwarzbraun; Lamellen: aufsteigend und breit angewachsen,
mäßig gedrängt (>20 erreichen den Stiel), ockerbraun bis
haselnussbraun; Schneiden konvex, weißlich beflockt; Fleisch: cremeocker
und bräunlich marmoriert, in der Stielspitze oft wässrig dunkelbraun, im
Hut dünn, Stiel voll!; Geruch: unauffällig; Geschmack: mild, +/-
neutral bis etwas unangenehm ranzelig; Sporenpulver: 3a nach Gerhard, Nr
21 oder 27 in PDS; ockerbraun; HDS: Dünne Cutis aus 4-6 breiten Zellen,
darunter dickere, hypodermartige Zellen (bis 30 breit), Pigment
inkrustierend (ockerbraun), Schnallen vorhanden; Hutfleischzellen ca.
40-130 lang und bis 15 breit; Cheilozystiden: zylindrisch-wellig,
bisweilen etwas kopfig oder schlank keulig, ca. 30-50 x 6-10, Schnallen
vorhanden; Pleurozystiden: sehr sporadisch oder fehlend (?): lediglich
in der Nähe der der Schneide findet man aus dem Hymenium herausragende
Zellen, im Lamellenquerschnitt nur eine einzige sterile Zelle, die länger
als die Basidien ist, gesehen (53x9); sonst sporadisch zystidenartige
Zellen, die aber die Basidien kaum überragen; Lamellentrama: regulär,
Zellen ca. bis 120 lang und 8-12 breit, schwach inkrustiert; Schn+;
Basidien: 4-sporig, ca. 26-36 x 7-8; Schn+; Sporen: ellipsoid bis
mandelförmig (an den Enden häufig verjüngt und auf der Apiculus-Seite
breiter, bisw. auch regulär ellipsoid); völlig glatt, mäßig dickwandig;
nicht dextrinoid; ohne KP oder Kallus; oft mit vielen Tröpfchen, in Wasser
blass ocker; Maße: 8,5 x 5,4 (7,5-9 x 4,5-6), Q=1,58 (1,36-2,00), 20 Sp.
gemessen;
Cheilozystiden:
Sporen in KOH:
Sporen in Melzer (nach 1 Std. Einwirkzeit)

HDS (Subcutis, inkrustiert)

Cheilozystiden:
Sporen im Abwurfpräparat:
Grüße aus München
Hias

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