Re: 4 : 1 für den Sarcomyxa serotina
Hallo Rita, Christoph, Ingo und Hartmut
Im Moment bleibt mir nichts anderes übrig, als die erfahrenere Mehrheit zu
akzeptieren und mich für Eure Beiträge bedanken. Sollte aber meine
Mikroskopiererei zu einem Erfolg führen und dabei ein anderes Ergebnis
herauskommen, dann ist hier aber was los).
Auch werde ich die 3 Fundstellen in der kommenden Saison im Auge behalten und
vielleicht junge eindeutige Exemplare des Gelbstieligen Muschelseitlings
(Sarcomyxa serotina) finden.
Ich habe mich bei der Bestimmung zum Panus conchatus auf die Bilder in dem
Buch von Rita Lüders (Seite 334 und 423) und im Bon (Seite 123) und unter
Anderem auch auf eine polnische Pilzseite
http://www.grzyby.pl/foto/sj/sj-hliva_fialova.jpg festgelegt. Wie weit
Foto aus dem Internet verbindlich sein können sei jetzt mal dahingestellt,
den beiden Büchern sollte man aber doch vertrauen können, oder ? Ich halte
die dort vorgestellten Bilder zu diesem Pilz jetzt nicht für repräsentativ
bei seiner Vielgestaltigkeit in Form und Farbe.
Sogar die Fotos vom Panus conchatus / Lentinus torulosus in der
Forums-Galerie zeigen mehr Ähnlichkeit zu meinen gefundenen Exemplaren als
die dort vorgestellten Fotos vom Sarcomyxa serotina.
Mit einer Einfärbung von Pilzproben für das Mikroskop bin ich vollkommen
unbeleckt. Kann mir jemand für diesen speziellen Fall kurzfristig etwas
aus seinem Erfahrungsschatz abgeben ? Ist das mit haushaltsmäßigen Mitteln
möglich oder muss ich in der örtlichen Apotheke etwas einkaufen ? Im Forum
habe ich kürzlich etwas von Gemüsesäften, z.B. Rote Beete, gelesen. Meine
Bücher sind diesbezüglich nicht hilfreich. Ich bitte um Tipps, ansonsten
muss ich wild rumprobieren.
Wie werden getrocknete Pilzproben zum Mikroskopieren gehandhabt ?
Abkratzen/abrechen oder vor einem Schnitt einweichen ?
Kann jemand Praxis-Literatur zur Pilzmikroskopie empfehlen ?
Gruß aus der Pfalz
Dieter
Hallo Dieter,
wenn ich mir nicht ganz sicher bin mit der makroskopischen Bestimmung, dann lege ich meine Pilze auch immer unters scharfe Glas. Wenn man wie bei dir schon die Pilzart ziemlich eingrenzen kann, müßte es doch möglich sein, herauszubekommen, welcher Pilz es ist. Dazu gehört natürlich entsprechende Literatur, in der Mikromerkmale abgebildet sind, wie z.B. Pilze der Schweiz. Hier kannst du sowohl Lentinus torulosus (Panus conchatus) als auch Sarcomyxa serotina finden.
Gebräuchliche Färbemittel in der Pilzmikroskopie sind z.B. Melzers Reagenz, Baumwollblau, Kongorot usw. Teilweise kannst du die Reagenzien in der Apotheke bekommen, aber nicht alles. Am besten du siehst dir mal die Seite von Walter Pätzold, Schwarzwälder Pilzlehrschau, an, dort kannst du alle Reagenzien, die du brauchst bestellen. Wenn du aber bisher in Richtung Pilzmikroskopie noch überhaupt nichts gemacht hast, dann solltest du vielleicht einen Kurs machen. Im Juni wird hier im Saarland ein Kurs mit Andreas Gminder angeboten. Schau mal hier: http://www.pilzfreunde-saar-pfalz.de/index1.htm
Vielleicht wäre das ja was für dich.
Hier kannst du dir noch die Mikrofibel, mit guten Tipps, kostenlos runterladen:
http://www.mikroskopie-muenchen.de/fibeldown.html
Ein Reagenz speziell für deinen Fall kann ich dir jetzt allerdings nicht empfehlen, aber wenn du Interesse hast kann ich dir einen Scan der Beschreibungen aus PdS per Mail zukommen lassen. Melde dich.
LG
Rita
).