Re: Der Atem des Fadengeflechts der Pilze
Hallo Hansuwe!
War super, aber nicht besonders erfolgreich, das Phänomen zu erklären.
Ich bin auch noch nicht ganz zufrieden, aber meine Interpretation der Versuchsergebnisse war, wie deutlich gesagt, natürlich subjektiv und nur eine von mehreren Möglichkeiten, ohne Widerspruch zu den Versuchsergebnissen von Wagner u. Mätzler, die Haareisbildung entgegen deren These (d. h. ohne durch Stoffwechselprozesse eines lebenden Pilzmyzels gebildetes Kohlendioxid-Gas) zu erklären.
Die Ergebnisse der Versuche und Untersuchungen vieler Wissenschaftler und Laien,
die Entstehung von Haareis zu erforschen und zu erklären, sind sehr interessant.
Ein klares Ergebnis blieb bisher aus.
Sehr richtig!
Vielleicht hilft eine theoretische Analyse dynamischer Änderungen der Partialdrücke
und der Sublimation von Wasserdampf unter den meteorologischen Bedingungen,
unter denen Haareis bisher beobachte wurde.
Das wird meiner Meinung nach nicht weiterhelfen. Dass der Wind für die Abführung der Kristallisationswärme wichtig sein kann, habe ich hier im Forum vor fast 5 Jahren schon mal geäußert.
Sowie weitere Beobachtungen und Dokumentationen in situ.
Das schon eher.
Hier sind eher Physiker als Mykologen oder Meteorologen gefragt. Wohl aber eine
Zusammenarbeit der Disziplinen.
Diese sind heutzutage sicher mit wichtigeren Dingen ausgelastet und überlastet, um sich mit solchen Kinkerlitzchen wie Haareis zu beschäftigen.
Interessant ist, dass bereits Wegener das Phänomen vor langer Zeit beschrieben
hatte, es aber im Pilzepilze Forum erst vor einigen Jahren diskutiert wurde, weil
man es für Pilze hielt.
Ich kann leider mit meinen rudimentären physikalischen Kenntnissen der
Partialdrücke der Luftbestandteile wenig dazu beitragen.
Außer der Wasserdampfsättigung spielt sicher kein anderer Partialdruck eine Rolle.
Auf zu weiteren Diskussionen! Vielleicht sind ja ein paar Physiker und Wetterfuzzis
unter den Forumslesern.
Gruß - Schnuffel