Re: Wer kennt diesen Risspilz?
Hallo Hias,
wenn ich Stangls Diagnose richtig interpretiere, passt er makroskopisch durchaus zu I. javorkae. Mikroskopisch sind die Sporen bei Stangl aber wesentlich weniger höckerig (vix nodulosae...) angegeben und die Zystiden einheitlich keulig gezeichnet, so dass ich die Art, auf Grund der Sporen die gesamte Dunensisgruppe, ausschließen würde. Einen Tipp habe ich aber auch nicht parat.
Diagnose sende ich Dir per Mail.
Gruß Andreas
Hallo zusammen,
diese für mich nicht klar bestimmbare Kollektion wuchs im Schwemmbereich
eines Gebirgsbachs. Die Art hat sehr auffällige Merkmale, vielleicht kennt
sie jemand von euch.Es handelt sich um eine Marginata mit großen, schwach höckerigen Sporen;
Die Art gehört wohl in den Dunstkreis von I. dunensis, javorkae, decipiens;
für dunensis (var. paucicysstidiosa) sind mir die Stiele etwas zu dunkel
und die Sporen zu höckerig; für javorkae liegt mir keine Beschreibung vor,
aber Stangl erwähnt die schwarze Stielknolle, was auf diese Kollektion
zutrifft; decipiens ist laut Literatur heller und hat auch hellere Stiele;
Funddaten: 09.09.2011; MTB 8531-2-1-3, 835 m; Griesen, Naidernach, nur 2 m
vom Ufer des Bachs im Sand mit etwas Kiesauflage, bei Salix, Pinus mugo,
Pinus silvestris und Picea; gesellig (3 Fk);
Ein sehr auffälliges und bei allen Fruchtkörpern beobachtetes Merkmal ist die
außen schwarz gefärbte kleinknollige Stielbasis:
Pleurozystiden: eher spärlich, fusoid, keulig, subutriform, dickwandig,
reichlich beschopft, ca. 58-70 x 17-20, Wandstärke am Bauch 1,5-2,5, am
Apex 2-3:Sporen: schwach höckerig, Höcker nicht sehr zahlreich, meist schwach
ausgeprägt und rundlich, bisw. auch zapfig ausgezogen, Maße: 11,2 x 7,5
(9,5-13 x 6,5-9,5), Q=1,49 (1,31-1,64):
Komplette Doku.
Beste Grüße
Hias