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Inocybe javorkae

Helmut, (vor 5374 Tagen) 717 Beiträge @ interhias

Servus Hias,

es gibt ja kaum Fundnachweise von I. javorkae. In Krisai-Greilhuber 1992 ("Die Makromyceten im Raum von Wien")ist ein Fund von Hausknecht enthalten und gut beschrieben sowie mit Foto und Mikrozeichnung belegt (siehe Anlage). Laut der Datenbank der Pilze Österreichs kommt die Art an dieser einen Fundstelle regelmäßig.

Hausknecht schreibt dazu: "Sporen beinahe unregelmäßig elliptischüber schwach bis stark höckerig, sehr variabel." Auch die Hymenialzystiden werden variabel dargestellt (siehe Zeichnung). Ich denke, Dein Fund ist die selbe Art.

Legt man die in dieser Arbeit dargestellte mikroskopische Variabilität zugrunde und berücksichtigt so markante Merkmale wie die dunkle Außenseite der Stielknolle ("außen dunkelbraun befasert-filzig" lt. Hausknecht), hätte ich keine Probleme, die Kollektion unter dem Namen I. javorkae abzulegen.

Das einzige was mich ein wenig irritiert ist der Fundort. Von der Ökologie her passt er schon, aber die Funde in Ungarn und bei Wien dürften wesentlich thermophiler sein als der Rand eines Gebirgsbaches. Trotzdem möchte ich mich hier mal ein wenig aus dem Fenster lehnen und zu dem sehr seltenen Fund gratulieren!

Kannst ja vielleicht mal den Anton Hausknecht noch nach seiner Meinung fragen.

Gruß

Helmut

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