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Re: Selbstversuch mit Hohlfußröhrlingen

wald-pauli ⌂, (vor 5155 Tagen) 223 Beiträge @ Stephan Weißer

Hallo Leute,
wie ihr wisst, haue ich mir gern auch mal etwas Neues in die Pfanne bzw. den
Kochtopf. Nachdem ich heute bei einer Waldbegehung als einzig
Vielversprechendes eine Familie Hohlfußröhrlinge aufgetan hatte, kamen die
an die Reihe. Wie immer in Butter gedünstet und gesalzen, um den
Eigengeschmack unverblümt herauszuholen. Insbesondere war ich gespannt,
was aus dem herbsäuerlichen Geschmack der rohen Pilze werden würde.
Die Pilze sind ziemlich schnell gar und färben sich beim Braten appetitlich
gelbbraun. Von der Konsistenz her sind sie ausgesprochen läätschig (in
Norddeutschland heißt das vermutlich labbrig), aber nicht schleimig, etwa
gebratenen Rotfußröhrlingen vergleichbar. Aber leider verwandelt sich der
säuerliche Geschmack nach zwei, drei Bissen schnell in ein äußerst
unangenehmes Kratzen im Hals, vergleichbar mit einer rohen
Hallimasch-Kostprobe. Das Kratzen im Hals hielt etwa 20 Minuten an und
konnte nur durch einen großen frischen Gurkenschnitz gelindert werden. Für
mein Empfinden ist der Hohlfußröhrling ungenießbar und sollte nicht einmal
als Füllpilz ins Mischgericht.
Daran sieht man wieder mal, dass man nicht alles essen muss, was im Pilzbuch
ein Bestecksymbol hat.

Hallo Stefan, danke für Deinen mutigen Versuch - ich werde diese Schwammerl dann gar nicht erst versuchen.
Mehrfach habe ich Selbstversuche mit den verschiedenen Gelbfüssen durchgeführt.
Ganz egal, wie ich sie zubereitet habe: sie landeten ganz schnell auf dem Kompost!! Und das, obwohl sie in verschiedenen Pilzbüchern als guter bis hervorragender Speisepilz eingestuft werden.
Vielleicht hast Du oder ein anderer aus diesem Forum andere, positive Erfahrungen ?

Grüsse vom Wald-Pauli , der heute Abend sich Kiefernreizker in sherry-Sahnesosse zubereitet.

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