Re: Perlpilz-Vergiftung?
Hallo Pilzfreunde,
wie bereits geschrieben, verzehre ich seit vielen Jahren Pilze, über die der
Frost gekommen ist und habe bisher keine Probleme damit gehabt.
„Perlpilze gelten allgemein als schnell verderblich und man sieht ihnen nicht
unbedingt an, ob die Zersetzung schon angefangen hat“
Wo kann man das recherchieren? Oder ist das eine persönliche Erfahrung?
Ich habe auch schon, bedingt durch lange Trocken-Perioden, getrocknete Pilze
mitgenommen und verzehrt. Bisher auch ohne jegliche Probleme.
Eine Gastroenteritis kann ich natürlich nicht ausschließen. Das wäre eine
mögliche Erklärung. Eine Gastroenteritis ist jedoch beim Verzehr
verschiedenster LM möglich. Insbesondere unter der gegebenen Konstellation
scheint mir das schon sehr unwahrscheinlich, jedoch nicht ausgeschlossen.
Das, was FLAMMER erwähnt, finde ich zwar sehr interessant, aber auch
interpretationsbedürftig. Schreibt er „Verzehr größerer Mengen UND
unzureichende Erhitzung, oder „ODER“? Worauf stützt er sich womöglich
dabei? Worauf bezieht er seine Aussage?
Hallo Michael
Er schreibt von Verdauungsstörungen nach Genuss atoxischer oder (nur) rohtoxischer Pilze und dann folgen die X möglichen Ursachen.
D.h. um nicht das ganze Buch wortwörtlich abschreiben zu müssen, gilt die logische ODER-Verknüpfung und mögliche UND-Verknüpfungen selbstverständlich ebenso.
Man tut deshalb generell gut daran, jede mögliche Ursache einzeln als Gefahr anzusehen.
Von grösseren Mengen schreibt er nichts, sondern nur von übermässig. OK?
Die UND-Vernüpfung Faltentintling mit Alkohol beschreibt er z.B. unter Coprinus-Syndrom - auch nicht ganz harmlos, nicht wahr. (n.b.: ISBN 3-7965-2008-1)
Mit besten Grüssen Mani
Es waren übrigens definitiv 4 Perlpilze für ein bestimmtes Rezept. Warum
sollten die Betroffenen mich anlügen?
Ich selber mag Perlpilze grundsätzlich gar nicht. Der Geruch bei der
Zubereitung sagt mir gar nicht zu. Geschmacklich, ok. Habe sie aber auch
schon mal eingefroren und getrocknet. Getrocknet sind sie noch zu
empfehlen, aber gefrostet bleibt der unangenehme Geruch. Aber das ist
sicher eine individuelle Erfahrung. Unverträglichkeiten gab es jedoch nie.
Leider scheint es momentan nichts zu geben, worauf man sich wirklich stützen
kann.
Was bleibt, ist eine Empfehlung.
Dennoch, vielen Dank für eure Einschätzungen und Kommentare. Nur so ist eine
Weiterentwicklung möglich.
Beste Grüße
Michael