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Re: Darum geht´s doch gar nicht!

UmUlmHerum, (vor 5091 Tagen) @ haseneier

Hallo Martin, Du Paramykologe!

OffTopic
Kamst Du gerade aus dem Wald von der Suche nach leuchtenden Pilzen, als Du Deinen u.a. Beitrag geschrieben hast? In Neusseland würdest Du (in manchen Gegenden) schneller mit im-Dunkel-Leuchtenden fündig werden: "Glow Worms" hängen unter Brücken oder anderen größeren Vorsprüngen und natürlich in Höhlen (weltberühmt --> Waitomo Caves). Diese weiß-grünlich leuchtenden Fäden stammen von Spinnen, die damit ihre Beute anlocken.

OnTopic
Hast Du mittlerweile die links von Gabór und meinen letzten Beitrag gelesen?
Beitrag 229586
Dort findest Du weitere Ansätze - nicht die Oberflächenstruktur, sondern deren Eigenschaften bestimmen wohl die Sporenanlagerung. Wie das wirklich funktioniert, da stimme ich Dir vollkommen zu, wird weiter im Dunkel liegen.

Grüße aus dem Nebel - Rika

Hallo Rika,
Beim ersten Versuch, mich in diese wahrlich interdisziplinäre Fragestellung
zu vertiefen, erschien mir Deine Hypothese daß mehr als alle
thermodynamischen, strömungsphysikalischen oder gar ballistischen
Wirkzusammenhänge doch die Beschaffenheit der Hutoberfläche, sozusagen die
Haftbedingungen das ausschlaggebende Momentum sein müßten, überaus
plausibel. Vertiefte Meditation widerlegte aber diesen Ansatz wieder, da
eine die Anhaftung bzw. das Liegenbleiben begünstigende
Oberflächenstruktur, egal ob wachsartig, klebrig oder angerauht ja ihre
Wirkung nur auf im ersteren Fall eine ein- bis zweilagige Sporenbelegung
ausüben könnte, also eine Sporenschicht von allenfalls 20 Mikron, für
weitere Schichten aber mangels direkten Hut-Kontaktes keine unmittelbare
Wirksamkeit mehr hätte. Mit anderen Worten: Um die hier referierten
Beobachtungen millimeter- bis zentimeterstarker Sporenhaufen und auf den
Hüten zu erklären, wäre schon eine regelrecht widerborstige
Oberflächenstruktur erforderlich, von der ich z.B. bei Ganoderma lucidum
nicht wirklich ausgehen möchte. Da müßte man Deine Hypothese schon in
Richtung der andernorts bereits angedachten und größere Reichweiten
überbrückenden elektrostatischen oder evtl sogar magnetischen Wirkkräfte
ergänzen.
Persönlich neige ich ja ohnehin dazu, das ganze unter "Mysterien des
Reishi" bzw. "Es gibt mehr Phänomene im Pilzreich, als sich der
gesunde Menschenverstand und seine Wissenschaft erklären können" zu
subsumieren.
Natürlich werde ich auch in Zukunft mir den kleinen Spaß genehmigen, bei
nächtlichen Waldgängen mal hier ein Sporenhäufchen umzuschichten, da einen
obenaufwachsenden Bruderpilz spurlos zu beseitigen und dort einen
Fliegenpilz in eine Astgabel zu pflanzen oder heimlich einen
Hasenköttelbewohner auf ein Rehböllerchen zu verpflanzen, damit der Stoff
zum Wundern nicht ausgeht ;=)
Mitternächtlich-zaubrische Grüße
Martin

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