Re: Leccinum schistophilum
Hallo Jesko
Vielen Dank auch dir für deinen Beitrag! Habe mir gestern noch den Artikel von Den Bakker et al. (2004) An ITS phylogeny of Leccinum and an analysis of the evolution of minisatellite-like sequences within ITS1 ausgedruckt. Dort wurden leider nur 2 L. palustre-Kollektionen angeschaut (allgemein finde ich wurden pro Art nur wenige Kollektionen sequenziert). Dennoch denke ich, dass ein Mx. Identity-wert von zumindest 100 % schon einiges aussagt
Auf jeden Fall werde ich "meine" Sequenzen noch auf NCBI laden.
Beste Grüsse Svampskogen
Hallo,
ich glaube, das ist nicht der Knackpunkt. Die Datenbankabfrage kann immer nur
ein erster Schritt zu einer "molekularen Bestimmung" sein.
Eigentlich müsstest Du Deine Sequenz in ihren Baum integrieren, z.B. indem
Du Dir alle ähnlichen Sequenzen herunterziehst (bzw. nur die Sequenzen
dieser Autoren, wenn es genügend sind) und damit einen eigenen Baum
errechnest. Der sollte dann mit der Publikation, für die die anderen in
der Datenbank hinterlegten Sequenzen verwendet wurden, verglichen werden,
dann kann man versuchen, Schlussfolgerungen zu ziehen. Der einfachere Weg
wäre freilich, die Autoren zu bitten, Deine Sequenz in ihren Baum zu
integrieren und eine Aussage zur Bestimmung zu treffen. Das dürfte sie nur
wenig Mühe kosten.
Ich habe die betreffenden Artikel zu Leccinum gerade nicht präsent. Wurde
bislang nur mit einem Locus gearbeitet (dann wohl ITS), muss man natürlich
auch hinterfragen, ob dieser Locus geeignet ist bzw. ausreicht, um die
Sippenstruktur in der Gattung korrekt abzubilden. Das ist bei ITS von
Basidiomyceten zwar in der Mehrzahl der Fälle so, aber keineswegs immer.
Viele Grüße, Jesko