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Pseudoclitocybe expallens

Emil, (vor 4746 Tagen) 375 Beiträge @ Birgit

Hallo, liebe Birgit,

P. obbata soll dickfleischig sein, das waren meine Pilze definitiv nicht, der
HUtdurchmesser betrug gerade einmal 2,5 cm und die Pilze waren sehr
grazil, eigentlich noch um einiges zierlicher als die P. expallens vom
letzten Jahr. Der Standort ist extrem mager, nur Kies und Kohle (das sind
die schwarzen Reste an den Stielbasen), das spricht auch gegen den sowieso
umstrittenen P. obbata. Bei P. obbata soll laut Gröger das Sporeninnere
nicht schaumig sein, das war bei meinen Pilzen aber nicht so.

War nur so eine Idee.
Aber deine Pilze haben eine ziemliche Ähnlichkeit mit unseren, weil sie auch so eine Art Zwischending von allen Gabeltrichterlingen sind.
Zum Beispiel faseriger Stiel, Farbe und tief trichteriger Hut sind ja typisch für cyathiformis.
Und Peter (Pilzmann) hat mir geschrieben, auch auf solche Zwischenformen getroffen zu sein.

Ich bin da eigentlich der falsche ANsprechpartner, ich zweifle auch immer an
meinen Bestimmungen ;-). In diesem Fall denke ich aber, dass es eher
vorkommt, dass P. expallens mal bogig angewachsenen Lamellen haben kann,
P. cyathiformis hingegen nur selten gerade angewachsene Lamellen.

Schnuffel hat auch noch mal den Gabeltrichterling mikroskopiert und ist zu P. expallens gekommen.

"Für die Zuordnung war für mich entscheidend: Qm ca. 1,4. Standort und Geruch sind keine Unterscheidungsmerkmale, da auch P.cyathiformis nach Blausäure riecht und auf Magerwiesen vorkommt."

Viele Grüße,
Emil

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