Re: Die Zukunft des deutschen Waldes
Die aktuelle Jagdpolitik, die m. E. (natürlich sehen das Jäger anders...)
hauptsächlich darauf zielt, besonders schöne und gesunde/kräftige Tiere
als Trophäen etc. zu ergattern, gleichzeitig aber auch genug Tiere
zurückzuhalten, falls ein Jagdgast mitkommt, kann und darf so nicht weiter
praktiziert werden.
Wenn Du nun von entsprechenden Forschungsergebnissen schreibst und von der
zukünftigen/modernen Jagd träumst, so will ich hoffen, dass diese Zukunft
möglichst bald und flächendeckend eintritt!
Schöne Grüße,
Josef
Hallo miteinander!
Ich wäre da nicht sehr optimistisch, was den Zeitpunkt angeht. Einerseits haben die finanzkräftigen Jäger eine starke Lobby, andererseits geht es auch sonst um viel Geld: die Jagdpacht sowie die z.T. erheblichen Summen für Schadensersatz an Land- und Forstwirtschaft; vor allem wg. der Wildschweine, die sich ja stellenweise so stark vermehrt haben (mit bis zu 3 Würfen in "günstigen" Jahren wie bspw. 2012), dass die Jäger sie gar nicht mehr unter Kontrolle bekommen. Durch die inzwischen schneeärmeren Winter wandern die Rotten immer weiter in die (Vor-)Gebirgsregionen ein, und zudem werden sie überall mit Biogas-Mais wunderbar gemästet.
In einem Punkt muss ich aber die Jäger (ein bisschen) in Schutz nehmen: Ich habe nicht den Eindruck, dass es ihnen heutzutage noch um "Trophäen" geht, ausser vielleicht bei männlichen Hirschen. Es handelt sich m.E. vielmehr um die Befriedigung ihrer archaischen Triebe. Irgendwie ist es ja lustig, dass sich heute die "Jäger" und "Sammler" (wir Pilzjäger) so spinnefeind geworden sind - ich persönlich schätze einen Rehbraten in Pilzrahmsoße sehr 
Viele Grüße - Rika