Re: Meine Jaegermeinung...
Liebe Birgit,
um Deine Argumente nachvollziehen zu können, muss ich doch mal nachhaken.
Du argumentierst damit, dass der Wildbestand ohne Bejagunng zurückgeht. In
dem oben verlinkten Artikel wird aber angegeben, dass der Rehbestand im
Kanton nach Ende der Bejagung gestiegen ist, allerdings noch nicht so
stark, dass eingeriffen werden müsste. Für mich sieht das wie ein
Widerspruch aus ...
Ja, Du hast Recht, das klingt widersprüchlich. Das liegt daran, dass es sich hier um einen Zeitungsartikel handelt
. Es gibt eine Vorgeschichte: In Genf waren einige Wildarten aufgrund der besonderen geografischen Lage und wegen des Jagddruckes rar geworden, d.h. in die benachbarten französischen Waldregionen abgewandert, zudem hatte die Jägerei für das Verschwinden einiger Vogelarten geführt - auch ein Effekt, der selten propagiert wird: Dass es Wildarten gibt, die tatsächlich durch Bejagung fast ausgerottet werden können (vor allem Vogelarten, aber auch Hasen), weil diese schlecht gehegt werden (können). Im Zuge des Jagdverbotes fiel dann der Jagddruck weg, und Reh- und Rotwild konnte wieder einwandern. Eine Erhöhung des Bestandes war also erwünscht und erhofft.
Was mich immer wieder amüsiert, ist, dass für die Amateur-Jäger das Wort "Populations-Dynamik" ein Fremdwort ist; Sie machen einfach nur, was sie in der Jagdschule mitbekommen haben - das ist nicht sehr viel. Forscher, die sich ihr Leben lang mit Wildbiologie auseinandergesetzt haben, Tieren Sender angeklebt, Wanderungen aufgezeichnet, gezählt, gewogen und in Computer eingetippt, werden von Jägern einfach nicht ernst genommen. Jäger wissens besser, mit ihrem Bauchgefühl!
. (Aber das kennst Du bestimmt schon
).
Merci! Kannte ich noch nicht (klingt aber französisch
Liebe Grüßle
Jürgen