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Re: Persoons Beschreibung

Andreas ⌂, (vor 4709 Tagen) 8.003 Beiträge @ Ingo

Hallo Ingo,

Man muss sich vorstellen, dass das Wissen um die Funga zum Wechsel vom
18. zum 19. Jahrhundert noch nicht allzu umfangreich war. Mit Sicherheit
hatten die damaligen Universal-Biologen, zu denen Persoon ja gehörte,
kaum eine Vorstellung von der Artenvielfalt der Pilze.

hmmm, ich glaube da tust Du unseren Altvorderen, insbesondere Persoon, aber auch Fries unrecht. Die wussten doch schon sehr viel über Pilze und haben bestimmt auch eine gute Übersicht über die Gruppen mit vorwiegend makroskopischen Merkmalen - wozu ich die Ritterlinge mal zählen würde.

Bei der beschriebenen Art hätte er auch keine Chance gehabt, da sie
anscheinend
in Skandinavien überhaupt nicht vorkommt.

Persoon sammelte vor allem in der Gegend von Göttingen und Leiden, in Skandinavien war er nie (das war Fries).

Nur - ich wüsste nicht, warum wir in unserer Gegenwart immer noch über 200
Jahre alte Beschreibungen als Typus mit uns herumschleppen, wenn diese nicht
eindeutig sind.

Weil es einfach die Achtung gebietet, soviel als möglich der alten Namen bei zu behalten. Auch wenn sie oft aus heutiger Sicht nicht wirklich eindeutig sein mögen - solange nichts GEGEN eine bestimmte Interpretation spricht sollte man sie doch beibehalten. Und am besten von ausgewiesenen Spezialisten der jeweiligen Gruppen mit einem Epitypus belegen, damit die Interpretation auch nach heutigen Maßstäben definiert ist.
Ich würde es begrüßen, das spätere Generationen auch so mit unseren heutigen Arten (und Kenntnissen) umgehen.

beste Grüße,
Andreas

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