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Re: Bitte um Substratbestimmung (Eutypella)

Schnuffel, (vor 4707 Tagen) 1.807 Beiträge @ UmUlmHerum

Heute habe ich 1,5 Std. auf wenigen qm zugebracht bei dem Versuch, das
Substrat von dieser Eutypella raus zu bekommen. Blöderweise musste ich
feststellen, dass der betreffende Jungbaum inzwischen komplett tot ist!
Der Stamm ist im Wurzelbereich gebrochen, müsste aber dieses Jahr noch
Blätter gehabt haben, da sich Reste davon an den Zweigen befanden. Also
keine Hoffnung darauf, im Frühjahr den Austrieb beobachten zu können.
Also habe ich ähnlich aussehende Gehölze im unmittelbaren Umkreis auf
Übereinstimmung in Wuchs, Rinde, Trieb, Knospe, Blattreste und Befall mit
Pyrenos(ja) untersucht. Alles Ähnliche hat einen Stamm-Ø von 5-8 cm,
nichts Größeres(!), das meiste davon ist tot.
An Blättern auf dem Waldboden fand ich hauptsächlich Buche, Eiche, Ahorn;
dazwischen wenige Blätter von Hasel, Gemeiner Esche und vermutl. der
Echten Mehlbeere.
Immerhin gab es an den Zweigen von diesem Gehölz noch einige alte
Blattmittelstiele, zwei davon mit Blättern (siehe letztes Foto) - damit
ist die Hasel aus dem Rennen! Und Sorbus dabei!
Hier nun Fotos von dem Gehölz, auf dem diese Eutypella wächst: So sieht es
dort aus:
Der Haupttrieb geht diagonal übers Bild:
Zweig mit Blattmittelstielen:
Zweig mit Trieb und Knospe:
Detail Knospe (oberster Teil würde für die Eberesche gut passen):
Blätter, die noch am "Baum" gehangen waren:
Nachdem, was ich beim Googeln über die Blattform von Eberesche und anderen
Sorbus-Arten gefunden habe, sind die Blätter bei meinem Substrat
eigentlich zu tief gesägt(?), zumindest für Sorbus aucuparia.
Kann jemand weiterhelfen?
@ Jesko: Vielen Dank für Deine Erläuterungen (bei denen Du Dein Licht unter
den Scheffel stellst) und Deiner Recherche! Tut mir leid, dass die Hasel
nun ausgeschieden ist. Was die Sporenbreite betrifft, habt Ihr Beide schon
recht: die liegt um die 2 µm, wobei gelegentlich auch etwas dickere Sporen
vorkommen.
Vielleicht kommen wir jetzt mit dem Substrat weiter?

Hallo Rika,

was willst Du mehr, das spricht doch alles für Eberesche: die Häufung der Blattnarben am Zweigende, die Knospe, die stehengebliebenen Reste der Mittelrippe (bei einem während der Vegetationsperiode abgestorbenen Ast funktioniert der Abwerfmechanimus nicht mehr und die Fiederblättchen fallen vor der Blattrippe ab). Die tiefer gesägten Blättchen stören mich nicht. Tiefer eingeschnittene Blättchen als auf Bildern aus dem Netz, aber doch nicht so stark eingeschnitten wie bei Dir, kannst Du auf den Fotos sehen, die ich im August 2012 hier eingestellt habe, um den Ebereschen-Rost zu zeigen.

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Es könnte höchstens noch sein, dass an Deinem Fundort vom Forst eine besondere Rasse oder auch ausländische Art der Eberesche angesät oder angepflanzt wurde.

Gruß - Schnuiffel

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