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Re: Infos zu Rotkappen Birkenpilze

Matthias, (vor 8937 Tagen) 4.305 Beiträge @ Christoph

Hallo Matthias,
das mit der Huthaut am Rand gilt zumindest für die "klassichen"
Rotkappen.
Ich will hier nur kurz loswerden, dass es eben auch (verwandtschaftlich)
braun-, creme- und weißhütige "Rotkappen" gibt. Allen gemeinsam
ist das intensiv rötende Fleisch, dass dann später entweder schmutzig
violetgrau-schwarz wird, oder nur schmutzig grau-schwarz.
Die einzige "nicht-Rotkappen", die schwärzt ist der
Hainbuchenröhrling und nah Verwandte (Leccinum carpini).
Einzig Leccinum roseofractum / Leccinum pulchrum grauen auch im Fleisch nach
längerer Zeit (bis violettlich-grau) aber nicht so intensiv wie die
Rotkappen.
Noch eine Ausnahme: Die Fichtenrotkappe wird nicht unbedingt dunkel
violettschwarz im Fleisch sondern oft nur graulich.
Es gibt also keine Regel ohne Ausnahme.
Zum Speisewert: Rotkappen sind mancherorts sehr zurückgegangen. Sollten also
dort, wo sie eh kaum noch vorkommen geschont werden!
Punktuell können sie aber auch richtig häufig sein (z. B. Eichenrotkappe
-> in großen Gebieten fast ausgestorben, anderswo noch absolut häufig,
gilt auch für die anderen Rotkappen). In diesem Falle, wenn ortshäufig:
Glückwunsch und Mahlzeit.
Wer helle, blasse oder braune "Birkenpilze" findet, die im Fleisch
deutlich schwärzen, sollte diese bitte NICHT ESSEN, denn sie sind viel zu
selten (außer Hainbuchenröhrling, der ja ein Massenpilz sein kann). Lieber
Fotos machen oder an Röhrlingsinteressierte den interessanten Fund
weiterleiten.
Und noch zuletzt: Rotkappen sind ungenügend erhitzt sehr unangenehm giftig!
Man merkt es sich, auch wenns nicht wirklich gefährlich ist. Also bloß
keine Kostversuche mit rohen oder kurz angebratenen bzw. gegrillten
Rotkappen!!!!!
Grüße, Christoph

Hallo Christoph,
danke für deine ausführliche Antwort, demnach gehört der gelbe Rauhstiehlröhrling Leccinum crocipodium auch zu den "Rotkappen", liege ich da richtig,
grüsse Matthias

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