Re: Dank und weitere Bemerkungen
Gut. Nur - fuer den Hobbymykologen wie mich mit doch sehr beschraenkter Zeit
ist es halt selten moeglich, 20-30 Exemplare einer Art zu sammeln und zu
mikroskopieren und dann auch noch aus verschiedenen Jahren und von
verschiedenen Standorten.
Musst du doch gar nicht! Das muss der Mykologe machen, der die Bestimmungsliteratur schreibt... nicht der Bestimmer. Der hat 1 Kollektion und will ihr nen Namen verpassen. Ersterer macht Angaben, anhand derer du das schaffst. Damit hat ersterer die meiste Arbeit.
Was
wuerdest Du - jetzt mal abgesehen von Monographien, die schwer erreichbar
sind - so als erstes Bestimmungsbuch fuer mikroskopische Zwecke empfehlen.
Ist mein bisheriges Vorgehen (Pilze der Schweiz) richtig bzw. sinnvoll?
Oder sollte ich doch mehr Gewicht auf Nordic Macromycetes oder etwas
Anderes legen??
Erst mal den klassischen Moser (mit Bauchschmerzen), dann mit Nordic Macromycetes vergleichen. Für Gattungen, die dich interessieren dann Monographien verwenden.
Apropos, ich habe auch schon mit variierendem Erfolg Eure "Grosspilze
Baden-W." hergenommen, insbesondere fuer Lactarius und Russula.
Hilfreich finde ich da, dass man doch davon ausgehen kann, dass man die
wahrscheinlichsten Pilzarten untersucht und sich nicht mit z.B.
norwegischen Arten herumschlaegt, was als Anfaenger doch gewaltig
verwirren kann.
Vorsicht! Ist ein Umkehrschluss. Du gehst dann von vorhineijn davon aus, dass es ne häufige Art sein muss. Woher weißt du das? Das weißt du erst, wenn du den Namen der Art kennst. Und Skandinavier gibts bei uns auch, gerade in Bayern in höheren Lagen.
Gut, da sind wir nochmal bei der Literatur. Bisher verwendete ich primaer
Breitenbach, Bon, Gerhardt und evtl. noch Laux fuer die Sporenmasse. Ich
denke, Gerhardt und Laux kann ich auf jeden Fall streichen, ja? Wie
steht's mit dem Bon (Parey)?
Bon ist nur Makroskopisch gut. Die Sporenangaben sind Füller...
Sollte ich besser Nordic Macromycetes fuer
die Sporenmasse hernehmen - oder falls die Art schon dort veroeffentlicht
ist "Grosspilze Baden-Wuertt."?
Schwierig, da auch hier die Maße nur so ca. und subjektiv angegeben werden. Am besten den Pilz so erst mal bestimmen, dann schauen, was Pilze der Schweiz als Maße angeben, dann mal in die Bibliothek gehen und in ne monographie schauen. Oder die Art ist auch durch andere Merkmale gut bestimmbar... Dann reicht das ungefähre passen doch aus. Nachprüfen ist aber auch da besser. Macht halt Arbeit, logo, manchmal lohnt es sich aber. Bei jedem Pilz kann man sich die mühe natürlichnicht machen...
Ja, das mit dem Breitenbach (1 Kollektion) wusste ich zwar irgendwie, habe es
aber irgendwie bisher nicht so realisiert. Werde in Zukunft meine
Sporenmasse wohl schon noch von anderen Quellen herziehen.
Richtig, aber immerhin geben sie Durchschnittswerte an. Die meisten Monographen sind dafür noch zu "faul" (nicht abwertend gemeint, man kann nicht alles machen...).
Die natur ist variabel, das Bestimmen ist nicht immer einfach oder gar möglich. Aber das macht es doch auch so spannend 
Mach`s gut, Christoph