Re: Diskussion zu den Sporenmassen
Hi Christoph,
ich oute mich jetzt als Schlamper, aber ich habe noch nie zur zum Bestimmen
60 Sporen vermessen. Betrachten tue ich aber sicher mehr Sporen (wenn
vorhanden), um mir ein Bild von der Variabilität zu machen.
Viel wichtiger als eine riesige Stichprobe ist es für den Anfänger, keine
unreifen Sporen zu vermessen, nicht in KOH zu messen, und sich darüber
klar zu sein, ob der Autor mit oder ohne Ornamente/Appendix gemessen hat.
Heute ist es Standard, "ohne" zu messen, aber in älterer
Literatur muß das nicht so sein, oder?
Hallo,
da stimme ich Wolfgang voll zu.
Zum bestimmen einer Art reichen mir normalerweise auch 10-20 Sporen, wenn sie nicht zu sehr streuen und wenn man nur reife und seitlich liegende Sporen mißt.
Mit der Zeit bekommt man Übung im Erkennen von unreifen Sporen (sind heller bei Dunkelsporern oder nehmen das Färbemittel nicht so gut an oder der Sporeninhalt ist anders etc.). Deformierte Sporen werden ebensowenig gemessen wie Sporen, die schräg im Präparat liegen.
Meist erkennt man sogar welche Sporen wohl von zufällig 2-sporigen Basidien stammen (z.B. bei Inocybe). Auch wenn man viele Sporen mißt bleibt dann oft ein deutlicher Sprung zwischen den Maßen der 4-sporigen Basidien und denen der 2-sporigen (z.B. 9-11 x 5-6 µm 12 x 7 µm). Solche "Ausreisser" nehme ich nicht zur Mittelwertberechnung mit. Aber notieren sollte man sie sich trotzdem.
Herzlcihe Grüße,
andreas