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Re: Diskussion zu den Sporenmassen

Wolfgang F., (vor 8929 Tagen) 552 Beiträge @ Christoph

Das macht das Artbeschreiben so viel umständlicher als das Artbestimmen.Der
Bestimmer misst halt eine minimalzahl (sinnvoll sind je nach Schwankung
der Maße so zwischen 30 und 60 Sporen), bildet den Mittelwert und fertig.

Hi Christoph,

ich oute mich jetzt als Schlamper, aber ich habe noch nie zur zum Bestimmen 60 Sporen vermessen. Betrachten tue ich aber sicher mehr Sporen (wenn vorhanden), um mir ein Bild von der Variabilität zu machen.

Oftmals fragen die Schlüssel ja nur (a)"im Mittel unter 9my" oder (b) "über 10 my". Wenn dann die ersten 10 Sporen - gemessen an einer "durchschnittlichen" Stelle im Präparat - 7 bis 9,5my sind, laufe ich im Schlüssel bei (a) weiter.
Viel wichtiger als eine riesige Stichprobe ist es für den Anfänger, keine unreifen Sporen zu vermessen, nicht in KOH zu messen, und sich darüber klar zu sein, ob der Autor mit oder ohne Ornamente/Appendix gemessen hat. Heute ist es Standard, "ohne" zu messen, aber in älterer Literatur muß das nicht so sein, oder?

Wichtig ist aber auch, nicht über-schriftgläubig zu sein. Wenn der Autor als Länge 9-12my angibt, ich aber einzelne Sporen mit 12,5 oder gar 13my finde, stürzt mich das noch nicht in Zweifel.

Die Grenzen kann man gerne subjektiv angeben, oder aber die
Standardabweichung berechnen (ist statistisch unsauber, da wohl das
Volumen und nicht die Länge/Breite standardnormalverteilt sind).

Das wage ich zu bezweifeln - das muß aber auch nicht in allen Gattungen gleich sein. Bei Entoloma ist, insbesondere wenn 1-,2-,3- und 4-sporige Basidien gemischt sind, das Sporenvolumen keineswegs normalverteilt, Q dagegen schon.

Wenn aber Volumen und Quotient normalverteilt sind, gilt das auch für die Länge, oder???

Wolfgang

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