Pilze Pilze Forum
Erweitert

Re: Konter: Esstest Semmelporling

Birgit, (vor 8826 Tagen) 2.644 Beiträge @ Werner

Hallo Werner,

also sowas könnte ich höchstens noch mit meinem bisher ausstehenden Esstest von Lactarius blennius kontern ;-).

So habe ich mir eine dieser "schrecklichen" Lockwald'schen
Sahnesossen angetan und Scutiger confluens auf meinen Speiseplan gesetzt,
weil ich eine Menge davon gefunden habe.

Ich hab auch seit kurzer Zeit einen Beutel mit getrockneter krauser Glucke hier rumliegen, die wird sicher auch in einer Sahnesoße enden :-). Viele Pilze die ich erstmals probiere, brate ich einfach nur in Butter, das mache ich bei geeigneten Pilzen auch öfter, dann nehme ich sie halt als Beilage oder ich esse Brot dazu und ich hab ne Sahnesoßenabwechslung.

Nun - die Literatur hatte recht:
es muessen wohl zu alte Exemplare dabeigewesen sein, denn ein
merkwuerdiger Bittergeschmack lag in den Pilzstuecken. Nur, es ist nicht
so wie beim Gallenroehrling. Wenn man die Pilzstuecke nicht isst und nur
die Sahnesosse und vermeintlich junge Stuecke - dann schmeckt's.

Semmelporlinge habe ich erst einen gefunden, die sind hier zu selten, da kann ich nicht mit dienen. Ich gehe aber mal davon aus, daß sich der Geschmack vermutlicherweise nicht wesentlich vom Schafporling unterscheidet, der auch bitter ist, wenn zu alt (Hast du doch sicher in Hornberg mal im Mischgericht mitgegessen?). Beim SChafporling liegt das Geheimnis darin nur weiße, junge, richtig feste Exemplare, die noch nicht gegilbt haben zu verwenden, dann ist er auch mild. Neulich hatte ich aber auch mal wieder ein paar etwas zu alte erwischt, eigentlich deswegen weil mir jemand erwartungsvoll die Stelle gezeigt hat und ich halt was mitnehmen mußte ;-). Bei Semmelporlingen wird das schwieriger sein.... ;-)

Um noch auf die alte Frage zu kommen ;-), warum ich kein Rührei mit Reizkern in Hornberg gemacht habe: Dies Jahr mangelte es einfach an Reizkern (oder hast du die alle eingesackt und auf dem Dörrex getrocknet? ;-)), außerdem ist das ja schließlich nicht meine Küche ;-), die ich ungefragt benutzen kann.

Ich hab übrigens noch einen Zubereitungstipp für Brätlinge solltest du sie mal finden: in große Stücke schneiden, großzügig mit Olivenöl einpinseln, mit Salz und Pfeffer würzen, in Alufolie einschlagen und das Paket gut verschließen und dann ab auf den Grill damit für ca. 10-15 min (hitzeabhängig). Dann bleiben die Brätlinge saftiger und ich bilde mir ein, daß sie dann nicht mehr gar so hart sind.

Liebe Grüße

Birgit

Eintrag gesperrt
31 Aufrufe

gesamter Thread: