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Herrliche Mißversteherei

Huperzia ⌂, (vor 8533 Tagen) 2.287 Beiträge @ Christoph

Hallo Christoph,

irgendwie nervig,wie wir bei unseren Diskussionen ständig aneinander vorbeireden ;-)

Punkt 1: ich bin im WALD noch nie auf einen Hundehaufen gedappt. Vielleicht
gehe ich auch nicht, wie schnapper schon schrieb, im einzigen winzigen
Grünstreifen an der Stadtgrenze in den Wald... Und der wäre dann aber wohl
kaum "Natur".

Ich auch nur als Kind - hab dann schnell gelernt, aufzupassen. Als Kind mußte ich leider in Ortsnähe bleiben,wenn ich im Wald spielen wollte :-(.

Punkt 2: wenn ich in der Natur barfuß gehen will (oder Kinder), dann gibt es
halt so was dämliches wie Tiere und Pflanzen in der Natur. Egal ob Dornen,
Stacheln, Nadeln, Ästchen, Fuchskot, Wildschweinkot oder Hundekot. Will
ich steril leben, dann verlasse ich halt meine Wohnung nicht und lebe in
einer Sakrotanwolke ;-)

Find ich gar nicht dämlich, daß es das gibt! Ich will ja grad daß meine Kinder im Wald barfuß geben WEIL es da sowas gibt. Damit die Füße ungestört die Natur erspüren können - dazu zählen selbstverständlich auch Fuchskot, Zecken, Brennesseln (da ist Erik heute gänzlich reingeflogen *gg*) und Dornen.
Da stören natürlich Mitbringsel aus menschlichen Wohnungen, die im Wald herumfliegen - Scherben, Kühlschränke, Bananenschalen und eben auch Hundekot.
Fürmich ist Hundekot eben auch nur ein "Mitbringsel",wasman auch wieder mitnehmen kann oder eben notfalls eingraben.

Punkt 3: das mit Wolf und Hund habe ch nur gebracht, um aufzuzeigen, dass ihr
vermutlich keinen Wald, sondern einen sterilen, aufgeräumten Forst sucht,
wo die Kinder schön brav spielen können, sie barfuß herumtollen können, es
womöglich keine Zecken und Ungeziefer gibt... all das ist nicht die Natur,
nicht "der Wald". Und Hund und Wolf sind übrigens die selbe
Spezies! Cabis lupus eben. Euer Beispiel "Weymouthskiefer" wäre
im Vergleich zur Fichte (die aber auch nicht so richtig heimisch ist im
Flachland) ne andere Art und sogar Gattung...

*Grins* ..... zeig mal mir mal einen Menschen, der einen Wolf nicht von einem Hund unterscheiden kann. Ein Unterschied ist da schon irgendwo. Vielleicht mache ich auch einen Unterschied zwischen freilaufenden Hunden und solchen, die einen "Besitzer" haben, der für diesen die Verantwortung tragen können müßte.

Der einzige Unterschied zwischen Hundekot und Wolfskot ist das Futter. Wird
der Hund mit Trockenfutter gefüttert, ist die Sch.... sicher anders als
bei solchen welchen, die Schlachtabfälle bekommen. Da ist aber gar net so
viel Unterschied.

....aber die Menge macht´s....

Der entscheidende Unterschied dürfte sein: Hundkot ist meist
"sauber", Wölfe haben Würmer etc. Echinococcus ist beim Wolf
verbreitet (Hndebandwurm, selbe Gattung wie der Fuchsbandwurm). Ich finde
es gelinde gesagt lächerlich, wenn der "gute deutsche" Wald
nicht nur Brombeerranken-frei, sondern auch noch Karnivorendung-frei sein
muss, nur damit ein paar Kinder besser barfuß spielen können. Dafür gibts
Spiel- und Bolzplätze. Und dort dürfen Hunde gar nicht erst hin. Falls
doch, dann bekommt Herrchen halt Ärger.

...das ist leider auch oft anders.
Und daß mich weder Carnivorenkot noch Brombeerranken stören, ist ja schon gesagt.

Mein Tipp: alle "schmutzenden" Tiere töten, alles was stört (Dornen
etc.) ausrotten oder dornenfrei züchten und das Endergebnis (ökologischer
GAU) als "optimale Natur für barfußlaufende Kinder ausgeben.

Nana, Christoph, da hegst du aber schlimme Fantasien!
Mein Vorschlag: jeder Mensch sollte sich bemühen, möglichst wenig in die Natur einzugreifen und eben gegebenenfalls auch für seinen Hund mithandeln, wenn man schon einen hat.

Mt dem Wahlprogramm hat man sicher Chancen. Lasst uns also ne neue Partei
gründen: die Hundekotgegner *grins*

Ich bin nicht gegen Hundekot - nur gegen die oft allzu selbstherrliche Liegenlassmanier der Besitzer.

Viele Grüße,

Tanja

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