Re: Ein unerträglicher Beitrag, aber verständlich
Was mich nur immer wieder verwundert ist, dass so viele Pilzarten einfach
nicht in ein System passen wollen und von hier nach dort und wieder zurück
geschoben werden. [...]: Nun gibt es Pilze aber schon ein paar Milliönchen Jahre länger als Coregonen
oder Salmoniden. Ergo sollte man davon ausgehen können, dass hier die
Artbildung weitgehend “abgeschlossen“ ist. Wieso tun sich die Mykologen
dann so extrem schwer?
Hallo Thomas,
Ich glaub nicht, daß sich hier die Mykologen schwer tun, sondern die Pilze sind einfach schwierig. Sie sind merkmalsärmer als Tiere und Arten sind nicht so klar durch Fortpflanzungsfähigkeit abgrenzbar. Auch ist die Evolution nicht abgeschlossen, sondern sicherlich noch sehr im Fluß.
Und so wie es schwer ist, einzelne Arten voneinander abzugrenzen (wenn Pilze unbestimmt bleiben liegt es meist nicht am Bestimmer, sondern meistens am Pilz), so schwer ist es auch ein System nachzuvollziehen.
Klar sind Pilze alt, aber die Pilzfossilien sind eben auch nur sehr spärlich vorhanden, weswegen es nicht möglich ist, die Systematik aus der erdgeschichte her aufzurollen wie bei den Tieren.
So bastelt sich jeder Systematiker seine mehr oder weniger plausiblen Theorien und vielleicht nähert man sich so irgendwann irgendeinem stimmigen Bild an.
Viele Grüße,
Tanja