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Re: Wurstbrei mit Lachs - haah? woooos???

Andreas ⌂, (vor 8341 Tagen) 8.003 Beiträge @ interhias

Hallo Hias,

kann schon sein, dass das R. cavipes ist. Aber R. violacea kann auch so aussehen und auf Deinem Bild scheinen auch Laubbäume in der Nähe zu stehen. Zur Sicherheit müßte man z.B. auch die Sporenpulverfarbe haben, ob die wirklich rein weiß ist (oder creme).
Wurstbrei-Täubling stammt aus Michael-Hennig-Kreisel, die "spezifischer Geruch nach Wurstbrei oder Anchovis" angeben.

Dr. Haas hat ihn immer als "Kirchenfenster-Täubling" bezeichnet, weil seine Farben und der etwas glasige Gesamteindruck ihn an eben an Kirchenfenster erinnert haben.
Dieser Vergleich ist für mich besser nachvollziehbar als der Geruch nach Wurstbrei, den ich nie richtig wahrgenommen habe.

Ach ja, apropos MHK Band 5: Bei meiner 2. Auflage sind bei R. cavipes auf Seite 358 zwei Fehler. Dort steht "143a. Wurstbrei-Täubling, s. S. 399 und Bild S. 351". Es müßte aber korrekt heißen "... s. S. 400 und Bild S. 353". Das Bild ist allerdings reichlich mäßig.

Beste Grüße,
Andreas

Servus!
Hätte mir doch schon eher jemand gesteckt, dass die von Werner2 aus welchen
Gründen auch immer als "Wurstbreitäubling" bezeichnete russula
cavipes gerne mit dem Lachsreizker (Lactarius salmonicolor)
vergesellschaftet ist.
Ende November hatte ich im Forum nach scharfen Täuberln gefragt, die bei
Weißtannen und ausnahmslos in Gesellschaft von vergammelten Reizkern
gewachsen waren. Damals tippten die meisten auf russula fragilis, aber
nach Andreas' Hinweis würde ich sagen, dass auch bei den
"meinigen" cavipes viel wahrscheinlicher ist, hier nochmal die
Bilder, zuerst mit "Beilage", dann ohne:


Und jetzt, Werner, tät mich doch noch die Herkunft des Namens
Wurstbreitäubling interessieren.
Ich nehme an, dass der Name nicht daherrührt, dass vandalische Pilzsucher
nach dem Abernten der Lachsreizker immer die in der Nähe stehenden
"ungenießbaren" Täublinge zu Brei treten, sondern eher daher,
dass diese Täublinge gar nicht so ungenießbar sind und möglicherweise
faden Schweinswürschteln zu etwas mehr Pikanz verhelfen sollen, aber ich
hab keine Ahnung ...
Wäre jedenfalls interessant, inwieweit Pilze generell schon in den Lebensraum
Wurstbrei vorgedrungen sind, man denke an Arten wie Psilocybe salumisapor
oder den schon erwähnten Lactarius salmonicolor, die so mancher faden
deutschen Wurst zu mehr Schwung, Pep(e) und Farbe verhelfen könnten. Von
Arten, die den Wurstbrei als Substrat benutzen, soll hier aber nicht die
Rede sein.
Gruß aus München
Hias

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