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Re: Zum Wurstbreitäubling (R. cavipes)

Rene ⌂, (vor 8341 Tagen) 463 Beiträge @ Werner2

Hallo, habe eben erst eure Beiträge gelesen.
Andreas hat ja bereits so ziemlich alles gesagt.
Die Quelle der Namensbenennung geht auf Julius Schäffer zurück, der in seiner
Täublingsmonografie von 1952 R. cavipes als R.violacea beschrieben hat und
dort schreibt: "Geruch schwach, aber immer deutlich spezifisch genau
wie ein gewisses Wurstbrät."
Die Abbildung der Art im Handbuch der Pilzfreunde ist nicht nur mäßig,
sondern
einfach unbrauchbar. Die Ricek-Abbildung von R. violacea auf Seite 359 ist R.
cavipes viel ähnlicher. Auch Kirchenfensterl-Täubling fand ich schon immer
treffender, da hat Andreas recht. Haas verglich die Hutoberfläche mancher
FK immer mit den bunten violett-rot-blau-grün schimmernden Fenstern
mancher Kirchen.
Weis auch nicht, warum ich hier spontan Wurstbreitäubling geschrieben habe.
Vermutlich deshalb, weil Kirchenfensterl-Täubling nur die Pilzler kennen,
die Dr. Haas gekannt haben. In der Literatur taucht der Begriff meines
Wissens nach nicht auf. Andreas bezeichnet den Pilz im
Abbildungsverzeichnis europäischer Großpilze auch als "Hohlstieliger
Täubling", obwohl diese Merkmal auch auf viele andere Arten zutrifft.
Daher finde ich diesen Namen nicht ganz so glücklich gewählt. Vielleicht
sollte man Kirchenfensterl-Täubling hoffähig machen.
Gruß Werner2

Hallo Werner2

Danke für die ausführliche Antwort.
Für mich riecht dieser Pilz eher nach einem süssen Bonbon (daher die Frage) und des Vergleiches mit den Farben eines Kirchenfensters bediene auch ich mich seit längerem, wenngleich ich den Vergleich von Haas nicht kenne (habe ich glaube ich von Walter Pätzold).

Von der Wurst zum Kirchenfenster, was für eine Traumkarriere ;-).

Gruss René

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