recht einfach
Vielleicht sollte man bevor man mit sowas beginnt erst einmal Inventur
machen, d.h. sämtliche im Garten wachsenden Arten fotografieren, auflisten
und auf einer Karte einzeichnen. Zu diesen Verhältnissen dann passende
Gute Speisepilze wählen und die dann in genau der Umgebung versuchen
anzusiedeln.
Hallo ihr Zwei,
eigentlich ist das recht einfach und steht auch in vielen guten Pilzbüchern drin (1*1 des Pilzesammelns von Pätzold/Laux aus dem Kosmosverlag z.B.): Züchten lassen sich nur Pilze, die organisches Material (Holz, Pflanzenreste, Humus etc.) abbauen , sogenannte Folgezersetzer (=Saprobionten), diese Pilze haben keine Verbindung zu einem Baum. Nicht züchten lassen sich Mykorrhizapilze, die in Lebensgemeinschaft mit Bäumen leben, weil das Myzel alleine nicht lebensfähig ist und weils noch nicht so recht gelingt, das Myzel im Labor an die lebende Pflanze zu bekommen. Man kann natürlich in seinem Garten auch Abfälle von Mykorrhizapilzen verteilen, vielleicht findet sich ja ein Baum, der noch ne Mykorrhiza braucht, schaden tuts sicher nicht, man kann aber nicht von einem sicheren Erfolg ausgehen. Folgezersetzer und Parasiten siedeln sich auch nur dann an, wenn sie in deinem Garten das richtige Substrat finden und die richtige Bodenart (sauer, Kalk, schwer, leicht....) spielt natürlich auch ne Rolle. Vorsicht ist geboten bei Parasiten wie Hallimasch, der verschmäht auch lebende Obstbäume und Beerensträucher nicht. ich hab schon von Fällen gehört, daß er nach Verteilen von Putzresten auf die Gartenbäume losgegangen ist.
Grüße
Birgit