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Re: recht einfach

Olaf, (vor 7679 Tagen) 248 Beiträge @ Birgit

hi,
meinte ja auch nicht baumgebundene Pilze (wußte den Fachausdruck nicht) die da wohl heißen "Mykorrhizapilze".
Im Fernsehen war dietage ein Bericht über Pilze, da wurde die Symbiose zu den Bäumen auch erklärt, die Pilze geben dem Baum Mineralstoffe und der Pilz erhält vom Baum Zucker zurück.
Parasol und Rötelritterling sind soweit ich das verstehe aber nicht baumgebunden und dementsprechend anscheinend Folgezersetzer. Solche müßten sich doch dann ansiedeln lassen?
Die Frage ist nur wie ...
... was ich damit meine wieviel Mycel müßte man aus dem Wald mitbringen bzw. mit wieviel Erde dran - und wie empfindlich ist das alles, übersteht das Mycel einen Transport vom Wald nach Hause?

Irgendwo habe ich mal ein Zuchtset von Krausen Glucken gesehen und meine gelesen zu haben, daß sie an "lebenden" Kiefern besser gedeihen. Na ja, eine Kiefer haben wir im Garten - nur, du hast das ja vom Hallimasch erwähnt und da stellt sich mir die Frage, ist die Glucke auch ein (Baum)Schädling?

xo olaf

Hallo ihr Zwei,
eigentlich ist das recht einfach und steht auch in vielen guten Pilzbüchern
drin (1*1 des Pilzesammelns von Pätzold/Laux aus dem Kosmosverlag z.B.):
Züchten lassen sich nur Pilze, die organisches Material (Holz,
Pflanzenreste, Humus etc.) abbauen , sogenannte Folgezersetzer
(=Saprobionten), diese Pilze haben keine Verbindung zu einem Baum. Nicht
züchten lassen sich Mykorrhizapilze, die in Lebensgemeinschaft mit Bäumen
leben, weil das Myzel alleine nicht lebensfähig ist und weils noch nicht
so recht gelingt, das Myzel im Labor an die lebende Pflanze zu bekommen.
Man kann natürlich in seinem Garten auch Abfälle von Mykorrhizapilzen
verteilen, vielleicht findet sich ja ein Baum, der noch ne Mykorrhiza
braucht, schaden tuts sicher nicht, man kann aber nicht von einem sicheren
Erfolg ausgehen. Folgezersetzer und Parasiten siedeln sich auch nur dann
an, wenn sie in deinem Garten das richtige Substrat finden und die
richtige Bodenart (sauer, Kalk, schwer, leicht....) spielt natürlich auch
ne Rolle. Vorsicht ist geboten bei Parasiten wie Hallimasch, der
verschmäht auch lebende Obstbäume und Beerensträucher nicht. ich hab schon
von Fällen gehört, daß er nach Verteilen von Putzresten auf die
Gartenbäume losgegangen ist.
Grüße
Birgit

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