Re: Eine Schande für die Menschheit !
Hallo Thomas
Deine Ansichten kann ich leider ganz und gar nicht teilen! Wann hört der Mensch endlich damit auf, sich über die Natur zu stellen..? Es kann doch nicht sein, das in einem Land mit der Grösse wie Bayern mit über 10 Mio. Menschen nicht Platz genug sein soll für einen einzelnen wilden Bären..??? Nein, es ist eine Schande wie wir einmal mehr mit der Natur und ihren Tieren umgehen! Traurig aber wahr, der Mensch lernt leider nichts dazu. Zum Glück wird die Natur am Schluss die Oberhand gewinnen und der Bär wird so oder so zurückkehren..
Immerhin darf sich Bayern jetzt damit rühmen, vorläufig jedenfalls, den letzten Bären erst 2006 geschossen zu haben und nicht mehr 1835 ! Den Bären jetzt auch noch zu präparieren und auszustellen ist schon grenzenlose Dummheit !
Gruess - Andreas
Moin zusammen,
na, da sind ja weiter unten die Wogen mal wieder richtig hoch geschlagen. Das
ist gut so, aber ich muss sagen, dass man mit Emotionen nicht
argumentieren sollte. Das hilft nicht weiter. Man kann z. B. kein Tier
„ermorden“, das kann man nur Menschen!
Fakt ist: Dieser Bär ist den Menschen einfach zu nahe gekommen. Bären sind
nun einmal Raubtiere, und es wäre vermutlich nur eine Frage der Zeit
gewesen, bis Tier und Mensch aneinander gerasselt wären. Und in diesem
Falle hätte unsereiner den Kürzeren gezogen. Wäre das im Sinne der
Naturschützer gewesen? Wer jetzt behauptet, eine gefährliche Begegnung
zwischen Bär und Mensch sei reine Spekulation, dem sei gesagt: Genauso
spekulativ ist es, anzunehmen, Bär und Mensch wären nicht aneinander
geraten.
In den Staaten und in Kanada, selbst in Norwegen und Schweden, die über große
Bärenpops. verfügen, wird jeder Bär, der sich den Menschen zu sehr nähert,
genau beobachtet und – wenn es sein muss – erschossen. Und das sind
Länder, in denen die Bevölkerung/qkm wesentlich niedriger liegt als bei
uns. Da kräht kein Hahn nach, das wird so akzeptiert. Im Zweifel kann es
nur heißen: Bär oder Mensch. Und kein Menschenleben und keine -gesundheit
wiegen einen Bären auf!
Faktum 2: Wer den Bär mit einem Betäubungsgewehr schießen will, hat nicht
viel Möglichkeiten. Er muss nah ran. So maximal 40 m mit Rückenwind. Das
war den Fachleuten offensichtlich nicht möglich. Wer den Bär schießen
musste, konnte das aus 100 oder 200 m Entfernung machen.
Also: Der Abschuss war berechtigt!
Die Frage ist nur, ob alles getan wurde, um den Bären lebendig zu bekommen.
Wenn der Petz durch Ortschaften streunt, sich auf den Stufen einer
Polizeiwache ausruht usw., dann muss ich mir die Frage stellen, wer hier
gepennt hat. Finnische Bärenjäger, die nicht in der Lage sind, einen Bären
in den Alpen zu stellen, weil ihnen und ihren Hunden die Puste im Gebirge
ausgeht?
Und: Die Schonfrist für den Bären läuft Montag Nacht 24 Uhr aus, und um 4.15
Uhr ist das Tier gestreckt?
DA S, liebe Leute, sind für mich ein paar der Ungereimtheiten. Wieso liegt
der Bär keine 5 Stunden später im Feuer, wenn niemand seinen
Aufenthaltsort kannte?
Mir deucht, das hier irgendwer gewaltig gepennt, geschlampt oder sonst was
hat. Ihr wisst, ich bin selbst Jäger und muss auch aus diesem Grunde die
polemischen Angriffe gegen die Jägerschaft weiter untern schärfstens
zurückweisen, aber mir drängt sich hier der Verdacht auf, dass (nicht
zwingend von der bayerischen Jägerschaft, das will ich betonen) von
irgendwelchen Leuten die Bemühungen, den Petz lebendig zu bekommen,
hintertrieben wurden. Aus Jagdgeilheit?
Also, nicht die Frage des Abschusses ist zu verurteilen, sondern, dass die so
genannten Fachleute nicht in der Lage oder gar willens waren, den Bär
lebendig zu bekommen.
Darüber sollte man nachdenken.
Grüßlis
Thomas