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Re: Krause Glucke ... und einiges mehr! 5 Bilder

Jochen Girwert ⌂, (vor 7400 Tagen) 582 Beiträge @ Andi

Hallo Andi,

es hat, glaube ich, keinen Sinn, das Thema allzu wichtig zu nehmen. Die Art Pfifferling wird durch das Sammeln sicherlich nicht beeinträchtigt, aber selber würde ich die Zwerge verschonen. Das hat etwas mit Wertschätzung des jeweiligen Lebewesens zu tun, m.E. aber nichts mit Naturschutz oder Artenschutz.
Die Pilzsammler, die sich alle zwei Jahre einmal zu mir verirren, kann ich nicht mit Regeln vollstopfen; das sind normalerweise ohnehin vernünftige Leute und Ermahnungen wegen raffgierigen Sammelns werden selten ausgesprochen. Sind einmal seltene Arten dabei, so freue ich mich zu erfahren, dass es die bei uns auch gibt.
Mit dem Reglementieren hat man sowieso Vermittlungs- und Sinnprobleme. "Hart" per Gesetz geschützt sind häufige Arten wie die Steinpilze usw. , die Roten Listen dagegen schützen gar nichts.

Grüße , Jochen.

Hallo Wolfgang
Ich bin der Meinung, dass es sich bei all deinen Krausen Glucken leider
"nur" um Breitblättrige Glucken (Sparissa laminosa) handelt.
Kulinarisch betrachtet sind die beiden Glucken ziemlich weit von einander
entfernt. Wenn ich den Vergleich mit Fleisch machte müsste, würde ich es
etwa so vergleichen: Krause Glucke = ein zartes Schweinssteak vom
Nierstück
Breitblättrige Glucke = stark durchzogenes Schweinshalsstück (dieses Stück
eignet sich selbstverständlich wunderbar für auf den Grill...)
Bei mir kommt jedenfalls eine breitblättrige Glucke nicht mehr auf den Tisch,
sondern geniesse den wunderschönen Anblick im Wald.
Nun habe ich noch einigee Anmerkung zu deinen 17 "Speisepilzarten":
- wenn ich es richtig erkennen kann, sind auf deinem Bild, oben in der
Mitte, zwei kleine Exemplare von Goldblättern (Phylloporus pelletieri).
Sind die bei euch nicht als selten "taxiert" dadurch
"geschützt"?
- die 2. obersten Pilze glaube ich als Samt-Pfifferling (Cantharellus
friesii) zu erkennen. Auch diese Pilze werden bei uns normalerweise nicht
als Speisepilze "taxiert", sondern als
"schützenswert". Abgesehen lohnt es sich ja kaum, diese
wunderschönen kleinen Pilze zu sammeln.
- noch eine persönliche Anmerkung zu einigen deiner Pfifferlingen: Lass die
kleinen Babys doch bitte am Standort stehen, bis sie eine anständige
Grösse haben. So klein wie einige Exemplare sind, musst du sie ja fast mit
der Messerspitze aus dem Erdreich hebeln, dass du sie überhaupt
"ernten" konntest. Ganz abgesehen davon, dass nach dem sauberen
Putzen von den Kleinsten bald nichts mehr übrig bleibt.
Ich möchte mich hier nicht als "Lehrmeister" aufspielen. Mich
interessiert mehr eure Meinungen dazu. Wie handhaben die
Pilzsachverständigen unter euch solche Funde. Was macht ihr mit Pilzen,
die auf der roten Liste aufgeführt sind? Klärt ihr die Sammler auf, dass
es nicht sein sollte, dass in der Natur ein "Babykillen"
durchgeführt werden muss, nur um den Sammeltrieb zu befriedigen.
Gruss Andi

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