Re: Nein

Jürgen, (vor 8148 Tagen) @ pilzmel

Hallo pilzmel,

möglicherweise hat der Madenfraß das Merkmal in der Stielbasis unkenntlich gemacht. Es ist aber manchmal von vornherein nur schwach ausgeprägt. Einfach demnächst drauf achten.

Alles andere passt aber gut, auch die Sporen: X. communis (=quercinus) hat relativ gedrungene Sporen (Längen-Breiten-Quotient < 2,5) - hierher passt deine Zeichnung eher als zu den länglicheren Sporen von chrysenteron oder pruinatus. Das Fehlen einer apikalen Delle schließt auch porosporus aus. X. moravicus (leonis), an den man übrigens auch noch denken könnte, ist vor allem durch die Blauverfärbung deines Fundes ausgeschlossen.

Übrigens bin ich noch nicht restlos davon überzeugt, dass es nicht doch eine (v. a. jung) konstant rothütige Sippe gibt, die sich als "echter" rubellus von communis trennen lässt. Die Sporen schienen mir beim klassischen rubellus tendenziell kürzer und breiter zu sein als bei communis (quercinus), auch die Standortansprüche sind nicht ganz dieselben (communis scheint etwas stickstoffhaltigere und humosere Böden zu bevorzugen als rubellus).

Die Zeiten, in denen man die kleinen unscheinbaren Filzröhrlinge mal eben als "Rotfüßchen" abtun konnte sind vorbei - und Schwierigkeiten mit Röhrlingen haben noch ganz andere!

Aber das ist eine andere Diskussion...

Grüße, Jürgen

Eintrag gesperrt
21 Aufrufe

gesamter Thread: