Re: Nein

Jürgen, (vor 8147 Tagen) @ Andreas

Aber rubellus hat auch die eher gedrungenen Sporen.

Das sag ich ja unten: eher noch gedrungener. Aber X. rubellus ss. str. kommt ja bei pilzmel's Fund, um den es hier geht, nicht in Frage.

Stickstoffhaltiger ja, aber humoser stimmt meiner Erfahrung nach nicht. Ich
kenne communis eher von hageren, flachgründigeren Stellen (Magerrasen,
Eichen-Hainbuchenwald auf Sandstein), zumeist allerdings an Wegrändern,
Rändern von Holzschälplätzen o.ä. kleinräumig N-angereicherten Plätzen.
Humos kann ich eher von rubellus behaupoten, den ich z.B. des öfteren im
faulen Laub von zeitweise trockenfallenden Gräben finde (es ist nicht
ripariellus!).

Wenn sich unsere Standort-Erfahrungen in dem Punkt so überschneiden, spricht das ja für die Eine-Art-Version. Komischerweise finde ich X. communis eher in faulem Laub zwischen Brennesseln, während X. rubellus bei mir tendenziell eher ein "Rasenpilz" ist (es gibt aber auch die umgekehrten Fälle, das stimmt). Dieser Unterschied bei unseren Beobachtungen kann Zufall sein und vielleicht auch an der individuellen Wahrnehmung bzw. am "Suchverhalten" liegen.

Mir fiel halt auf, dass die beiden Sippen zumindest bei mir in Unterfranken deutlich verschiedene Areale aufzuweisen scheinen. X. rubellus ist (ähnlich wie B. pulverulentus) in den Eichen-Hainbuchenwäldern der Fränkischen Platte ausgesprochen selten, während X. communis gerade dort (vor allem an den N-beeinflussten Waldrändern) weit verbreitet ist und dort gern zusammen mit X. porosporus vorkommt. In den wärmeren Tieflagen (Flußauen) des Buntsandsteingebiets, in Parks u. ä. finden sich die vier genannten Arten gerne wieder zusammen.

Viele Grüße
Jürgen

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