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Re: Incertae sedis?

Huperzia ⌂, (vor 6831 Tagen) @ Andreas

Hallo,

Ich find es etwas schade daß ein Aspekt bei dem ganzen etwas zu kurz kommt.

Und wir versuchen halt mit unserem System, den
jetzigen, "heutigen" Iststand in eine für immer gültige Form zu
zwingen.

Es wird eigentlich weniger versucht den heutigen Stand in eine Form zu drücken, als der Vergangenheit auf die Spur zu kommen. Wann haben sich welche Zweige in der Entwicklung abgetrennt, um eine neuen Zweig zu bilden, der sich dann wann wie wieder abgetrennt hat.
Die Verwandschaft hat ja eine Geschichte, über die wir mit fortschreitender Zeit und Methoden immer mehr erfahren, deswegen wird sie auch immer in Bewegung sein. Das ständige Hin- und Herschwappen ist darin begründet, daß wir nicht immer wissen, welcher Methode wir wieviel Bedeutung zumessen können. Daß die Fruchtkörperform nicht mehr viel Bedeutung hat, da sich ähnliche Formen aus ganz unterschiedlichen Zweigen herausgebildet haben, hat sich ja mitlerweile durchgesetzt und auch die Bewertung der heutigen Gen-Methoden, relativiert sich nach der Anfangseuphorie.
Aber je mehr wir wissen, desto näher wird man einer tatsächlichen Entwicklungsgeschichte wohl kommen, erreichen kann man die Wahrheit wohl kaum.

Mit tatsächlicher Bestimmungsarbeit kann das alles also nicht viel zu tun haben. Es läuft halt nur parallel, daß sich verwandschaflich nahe Taxa in der Regel auch mehr ähneln als solche, die sich schon von Anfang an getrennt entwickeln. Ähnliche Lebensumstände völlig unterschiedlicher Zweige, führen da aber oft zu ähnlicher Morphologie.

Viele Grüße,
Tanja

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