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Re: nachtragsfrage: Latein. Diagnose?

Andreas ⌂, (vor 6508 Tagen) 8.003 Beiträge @ Saftling

Lieber Andreas,
das mit dem Latein ist ein spezielles Problem der Botanischen
Nomenklaturregeln und die Botaniker ernten dafür vom Rest der
Naturwissenschaftler meist nur Kopfschütteln. Die Zoologen akzeptieren
eine Neubeschreibung in jeder beliebigen Sprache, wobei heutzutage fast
alle Beschreibungen entweder in Englisch veröffentlicht werden oder
zumindest eine englische Diagnose oder einen englischen
Bestimmungsschlüssel enthalten, selbst bei den Chinesen. Wer mit seinen
Publikationen international Anerkennung finden will, M U S S auf Englisch
publizieren. Und das ist gut so. Ich lese schließlich auch nicht gerne
Arbeiten auf Serbokroatisch oder Kisuaheli - oder Latein.
Viel wichtiger als die Sprachenfrage wäre m.E., einen Mindeststandard für die
inhaltliche Qualität von Neubeschreibungen aufzustellen. Aber das ist
schon wieder ein anderes und fast uferloses Thema...
LG
Dieter

Hallo Dieter,

es geht bei der Diagnose nicht um die Arbeit als solche, sondern nur eben um die Diagnose. Warum soll das stören, wenn die lateinisch ist, sie ist eh zusätzlich? Die eigentliche Publikation sollte vorzugsweise in einer weithin verständlichen Sprache sein, das ist klar.
Ich persönlich finde es geradezu schade, dass die Sprachenvielfalt der Welt immer mehr vom Englisch überwuchert und verdrängt wird. Andere mögen das als Segen empfinden.

beste Grüße,
Andreas

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