Re: nachtragsfrage: Latein. Diagnose?
Guten morgen Andreas,
ja, Sprachenvielfalt ist etwas Wunderbares. In den Naturwissenschaften geht es um die präzise Vermittlung von Information. Das setzt natürlich voraus, dass sowohl Autor als auch Leser über eine gemeinsame Sprache verfügen. Dafür ist babylonisches Sprachengewirr nicht geeignet. Mir ist eine Fachpublikation in holprigem Englisch allemal lieber als in perfektem Chinesisch. Ganz zu schweigen von dem hohen zusätzlichen Zeitaufwand, sich durch Arbeiten zu quälen, die in einer Sprache verfasst sind, die man nicht versteht.
Falls die lateinische Diagnose nur dazu dient, ein formales Kriterium zu erfüllen, dann ist sie wirklich überflüssig wie ein Kropf. Wäre es nicht nützlicher, die Autoren würden den dafür nötigen Aufwand lieber in eine bessere Beschreibung stecken? Nicht ganz ernst gemeint: Wenn es um Abschreckung geht, könnte vielleicht eine Strafgebühr für jede überflüssige Namensschöpfung erhoben werden. Dann wäre so mancher Vielbeschreiber schon verarmt 
LG
Dieter