Re: Wie kriegt man einen Baumpilz weich?
Tja, wie macht ihr das, so ein hartes vertrocknetes Teil oder selbst
"Teilchen" so weich zu kriegen, dass das Licht vom Mikroskop
durchscheint? Einweichen, klar - und dann? Im Mörser zerstampfen? Gibts da
einen Trick?
Oder einfach nur üben-üben-üben?
fragt die übende Ditte
Hallo Ditte,
vergiss es! Der kluge Mensch mikroskopiert Mollisia - zu deutsch "Weichbecherchen". Da braucht man nicht für jeden Schnitt drei Rasierklingen und sieht trotzdem nix! Trotz mehrtägigem Einweichen in konzentrierter Kalilauge oder Schwefelsäure oder was die Porlingsfreaks da alles nehmen.
Aber im Ernst, ich hasse gerade deswegen Porlinge. Man kann eigentlich nur versuchen ein möglichst kleines Stück unter dem Bino auf den Objektträger zu befördern, ihn dann mit zwei Nadeln zu zerzupfen und zwar am besten in verdünnter KOH, dann spülen und färben. Nicht so meine Art zu mikroskopieren, ehrlich gesagt, daher bin ich auch bekennender Porlingsüberseher.
Aber vielleicht haben die Porlingsfreunde ja da noch Tipps, mich würde es jedenfalls auch interessieren ob man von den Teilen überhaupt Schnitte machen kann. Ich meine damit natürlich nicht ne Ceriporia reticulata, sondern wir reden hier schon von Phellinus robustus und solchen Teilen, gell!
beste Grüße,
Andreas