Re: Wie kriegt man einen Baumpilz weich?
Hallo Christoph,
hihihi, das war so ziemlich genau die Reaktion die ich erwartet hab! Wollte Dich (und die anderen Porlingsversteher) ja nur ein bischen ärgern.
O.k., das stimmt schon mit den dünnen Schnitten, so mach ich's ja beim Holz mikroskopieren auch. Ist eigentlich kein Unterschied zur Porlingsmikroskopie, außer dass Holz spannender ist (o.k, o.k., ich nehm's wieder zurück ...).
Die Wahrheit ist, dass ich als ALGII-Empfänger mir nicht leisten kann, zu jeder Porlingsbestimmung nen 10erSatz teure Rasierklingen zu verbraten. Ich komm in der Regel mit einer Klinge ne Saison lang hin und hab die dann noch die nächsten drei Jahre als Ersatzklinge dabei 
Das mit dem Einweichen hab ich aber auch erst auf dem Objektträger gemacht, gell! Dass man nicht VOR dem Schneiden einweicht, weiß sogar ich schon. Nix ist schlimmer als schlammigen Pilz zu schneiden. Wer mal bei nem alten Birkenpilz versucht hat einen vernünftigen Huthautschnitt zu machen, der weiß, dass man den besser vorher trocknet ....
Zum Hyhensystem beobachten nehme ich übrigens gerne Phloxin B, die einzige Daseinsberechtigung die dieses Färbemittel meiner Meinung nach hat.
beste Grüße,
Andreas
Hilfe!!! Andreas!!!
Wie kannst du nur???(ich glaub, bei meiner Tastatur klemmen ein paar
Zeichen........)
Du hast nur mit den Klingen Recht: ein Schnitt und sie ist stumpf...
Aber: nichts kann man so hauchdünn schneiden, wie einen richtig harten
Porling. Um so härter das Material, um so dünner kann man schneiden.
Phellinus robustus? Super, nur her damit, macht Spaß, perfekt...
Ich weiche gar nicht ein - im Gegenteil. Zähe Fruchtkörper sind extrem
nervig. Also: sehr dünnen Schnitt (üben... üben... üben... es gibt
Techniken, z.B. ziehen statt drücken, nicht säbeln usw.) machen und in
einem Tropfen Wasser mikroskopieren (nicht quetschen, ist nicht nötig,
wenn er sehr dünn ist). Ggfls nachträglich KOH dazu, falls das Objekt
trocken sein sollte und die generativen Hyphen kollabiert sind. Aber
vorher auf Cystiden, Kristalle etc, achten.
Zum Bestimmen ist meist die Einordnung der Hyphensysteme wichtig (mono-, bi-,
trimitisch etc.). Daws ist aber in den besseren Porlingsbüchern halbwegs
gut erklärt.
Stolperstein: Skeletthyphen vs. skelettisierte Hypphen...
Das alles gibts ned bei dene Mollisien - wie langweilig
LG
Christopj