Re: Wie kriegt man einen Baumpilz weich?
Hilfe!!! Andreas!!!
Wie kannst du nur???
(ich glaub, bei meiner Tastatur klemmen ein paar Zeichen........)
Du hast nur mit den Klingen Recht: ein Schnitt und sie ist stumpf...
Aber: nichts kann man so hauchdünn schneiden, wie einen richtig harten Porling. Um so härter das Material, um so dünner kann man schneiden. Phellinus robustus? Super, nur her damit, macht Spaß, perfekt...
Ich weiche gar nicht ein - im Gegenteil. Zähe Fruchtkörper sind extrem nervig. Also: sehr dünnen Schnitt (üben... üben... üben... es gibt Techniken, z.B. ziehen statt drücken, nicht säbeln usw.) machen und in einem Tropfen Wasser mikroskopieren (nicht quetschen, ist nicht nötig, wenn er sehr dünn ist). Ggfls nachträglich KOH dazu, falls das Objekt trocken sein sollte und die generativen Hyphen kollabiert sind. Aber vorher auf Cystiden, Kristalle etc, achten.
Zum Bestimmen ist meist die Einordnung der Hyphensysteme wichtig (mono-, bi-, trimitisch etc.). Daws ist aber in den besseren Porlingsbüchern halbwegs gut erklärt.
Stolperstein: Skeletthyphen vs. skelettisierte Hypphen...
Das alles gibts ned bei dene Mollisien - wie langweilig 
LG
Christopj
Hallo Ditte,
vergiss es! Der kluge Mensch mikroskopiert Mollisia - zu deutsch
"Weichbecherchen". Da braucht man nicht für jeden Schnitt drei
Rasierklingen und sieht trotzdem nix! Trotz mehrtägigem Einweichen in
konzentrierter Kalilauge oder Schwefelsäure oder was die Porlingsfreaks da
alles nehmen.
Aber im Ernst, ich hasse gerade deswegen Porlinge. Man kann eigentlich nur
versuchen ein möglichst kleines Stück unter dem Bino auf den Objektträger
zu befördern, ihn dann mit zwei Nadeln zu zerzupfen und zwar am besten in
verdünnter KOH, dann spülen und färben. Nicht so meine Art zu
mikroskopieren, ehrlich gesagt, daher bin ich auch bekennender
Porlingsüberseher.
Aber vielleicht haben die Porlingsfreunde ja da noch Tipps, mich würde es
jedenfalls auch interessieren ob man von den Teilen überhaupt Schnitte
machen kann. Ich meine damit natürlich nicht ne Ceriporia reticulata,
sondern wir reden hier schon von Phellinus robustus und solchen Teilen,
gell!
beste Grüße,
Andreas