Re: PS
Ohne die Arbeit der Jäger und Förster wäre unser Wald nicht mehr das, was er
heute ist. Der Wildbestand wäre zu hoch oder schon längst
zusammengebrochen. Wir hätten nur noch ganz wenige Arten in unseren
Wälder, etwa so robuste wie Wildschwein oder Reh, aber keine Dachse,
Marder, keine reiche Vogelwelt und, ja auch keine Luchse und Bären dort,
wo es in unserem dichtbesiedeltem Land noch Lebensräume für sie gibt. An
deren Wiederansiedlung sind die Jäger nämlich maßgeblich beteiligt!
Auch die Pflanzengesellschaften der Wälder wäre zusammengebrochen:
Monokulturen aus Fichten und anderen schnellwachsenden, profitbringenden
Bäumen. Und was im Unterholz wächst, wäre auch nicht der Rede wert.Auch
was an Pilzen wächst, könnte höchstens noch eine Minderheit von
Spezialisten reizen, wenn überhaupt.
das versteh' ich nicht:
"Monokulturen aus Fichten und anderen schnellwachsenden, profitbringenden
Bäumen" ist doch genau das, was wir heute haben, und die Forstwirtschaft hat das zu verantworten und von den Jägern habe ich nie ein Wort dagegen gehört - zumindest haben sie es in der Vergangenheit nie wirkungsvoll verhindern können.
Ohne Förster und Jäger wäre der Wald mit Sicherheit abwechslungsreicher, wenn auch mit einer geringeren Dichte an Großwild, weil das im Winter nicht mehr durchgefüttert würde, damit die Jungs in Grün was vor die Flinte kriegen.
Aber man sollte beide Gruppen nicht in einem Atemzug nennen, denn dazu sind die Ziele zu unterschiedlich.
Noch eine Bemrkung: Angler und Jäger sind vom Gesetzt anerkannte
Naturschützer. Und sie sind die einzigen beiden Gruppen, die ihre
Kenntnisse in staatlichen Prüfungen (in ziemlich harten sogar!) nachweisen
müssen. Alle anderen Naturschutzorganisationen, heißen sie nun NABU, WWF,
PETA usw. sind im Vergleich zu uns nur Dilletanten. Wobei ich ausdrücklich
betone, dass „Dilletant“ nicht unbedingt negativ gemeint ist, denn
„dilletare“ (lat.) bedeutet, etwas gerne tun.
Stimmt, das Gesetz kennt keine Unterscheidung zwischen Naturnutzern (Angler, Jäger, Pilzesammler, Wanderer) und Naturschützern, also denen, für die der Schutz von "Natur"(was immer das sein mag) als Selbstzweck betrachtet wird, wobei das ja auch nur eine Meta-Nutzungsform ist (jetzt wird's philosophisch...).
Aber die verschiedenen Naturnutzergruppen neigen dazu, aus Ihren Privatinteressen ein Schutzkonzept abzuleiten, dass sich an der geplanten Nutzung orientiert. Fische einzusetzen oder Wild zu füttern ist kein Naturschutz! Das Ziel der Naturschützer, eine hohe Artenvielfalt, orientiert sich aber genausowenig an der Natur, denn der deutsche "Urwald" wäre ein artenarmer Buchen-Hochwald.
Wolfgang