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Re: Lactarius cf romagnesii 2. Versuch

Birgit, (vor 4779 Tagen) 2.644 Beiträge @ Joschi Siembida

Hi Joschi,

jetzt wärs halt noch interessant, was die Milch isoliert auf dem Finger macht, verfärbt sie rosa oder bleibt sie so weiß?

L. romagnesii habe ich selber noch nicht gefunden, aber die Fäden ziehende Milch, der gekerbte Hutrand und die dunkle Farbe sollten ausreichend sein ihn zu bestimmen. Meiner Meinung nach hattest Du die auch richtig bestimmt.

Was mich allerdings ein bißchen durcheinander gebracht hat waren deine Fotos von Lactarius acris, der netterweise einen gekerbten Hutrand hatte. Ohne die isoliert verfärbende Milch und die schnelle Verfärbung der Milch insgesmt hätte das auch L. ruginosus (im Sinne von Heilman-Clausen, Verbeken und Vesterholt) sein können. Den gekerbten Hutrand hatte ich bisher immer mit L. ruginosus (bzw. romagnesii) in Verbindung gebracht....

Auffällig war die radial runzelige Huthaut,

spricht eher für L. pterosporus, der auch mal entfernt stehende Lamellen haben kann, wie im Lactarius Band von Heilmann-Clausen, Verbeken und Vesterholt abgebildet.

die etwas helleren Hutfarben als
bei der anderen Kollektion und die helleren Flecken. Die Lamellen stand
recht weit entfernt. Der Stiel war heller als der Hut und die Färbung lief
zur Spitze hin aus, höhrte also nicht plötzlich auf. Die Milch war zuerst
mild und dann ganz leicht zusammenziehend. Den "Fadenziehtest"
konnte ich leider am Donnerstag mangels Milch nicht mehr durchführen. Die
Pilze standen neben der Stelle mit den zuvor gezeigten L. romagnesii.

Meiner Meinung nach ist das nicht L. romagnesii und du hast nun die Wahl zwischen L. pterosporus und L. ruginosus. Bei zweifelhaften Teilen ohne gekerbten Hutrand, ohne Runzeln in der Hutmite, mit weiter entfernten Lamellen habe ich trotz Mikroskop meist das Handtuch geworfen. Wer will schon unterscheiden, ob die Grate der geflügelten Sporen bis zu 2 µm oder bis zu 2,5 µm hoch sind?

liebe Grüße

Birgit

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