Re: Lactarius cf romagnesii 2. Versuch
Hallo Robin,
diese Probleme kenne ich nur zu gut. Runzeln, gekerbter H-Rand, Lamellenstand
und -Farbe
sind meiner Meinung nach Indizien aber keine sicheren Merkmale. Geh mal in
einen Wald, wo es viele Pilze
dieser Sektion hat...
Ja eben. Meinen ersten L. ruginosus-Fund hat mir netterweise Peter Reil bestimmt, aber in diesm Wald stehen 200 m weiter dann gleich aussehende Pilze mit ungekerbtem Hutrand rum....
Man müsste das alles mal neu zusammen tragen. Das mit der unterschiedlichen
Schärfe von Milch und Fleisch, wie in HC beschrieben,
war mir neu. Bzw. ich habs wohl immer geflissentlich überlesen und somit
außer acht gelassen.
Ich auch, also muss man wohl wirklich immer alles prüfen.
Und ob das sichere Merkmale oder auch nur Indizien sind? Ist die
Merkmals-Kombination ausreichend für eine sichere Artbestimmung?
Soweit ich weiß: L. pterosporus soll vor allem auch breitere Ornamente und
mehr "Saturn-Ringe" haben,
breitere Ornmente ja, aber die Zahl der "Flügel" soll meines Wissens nach bei L. ruginosus größer sein.
d.h. weniger netzartig als ruginosus sondern auffälliger um die Spore
laufend. Aber dafür müsste man einige
sicher bestimmte mal eindeutig nebeneinander sehen.
Laut HC haben L. pterosporus und L. ruginosus beide keine netzartigen Sporen, L. romagnesii wäre in der Flügelgruppe
der mit den netzartigen Sporen.
Und eben, das alles ist ganz schön graue Theorie, wenn man die beiden nicht direkt nebeneinander hat. Aber ich hab da noch viele unbestimmte Exsikkate
.
L. azonites (rein makroskopisch) gibts im Übrigen auch noch.
Der sollte aber eigetnlich einen weißen Stiel haben oder?
L. romagnesii ist das hier meines Erachtens nicht, der ist dunkler. Ein
"halber Mohrenkopf" des Laubwaldes,
rel. groß. Habe ich aber auch nur wenige Male gesehen.
Den würde ich zu gerne mal selber finden, ist ein sehr schöner Pilz.
liebe Grüße
Birgit