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Re: Orbilia @ Guy & Ingo

UmUlmHerum, (vor 4641 Tagen) @ Guy Marson

Hallo Guy (und Ingo und alle anderen),

erstmal meinen Respekt, dass Du Dich durch diesen inzwischen umfangreichen und verzweigten Thread durchgelesen hast! Und dann herzlichen Dank für Deine SB/SBC-Erläuterungen + Einschätzung dieser Orbilia!

Das Substrat wird sich nicht wirklich bestimmen lassen, siehe auch meine heutige Antwort an Jesko zu der Diatrype.

Woran kann ich makroskopisch erkennen, ob die Orbilia reif ist? Ich möchte nicht auf Verdacht hin alle paar Tage einen Frk. "opfern". Die Großen sind eher rar und seither in der feuchten Box am Fenster nicht gewachsen.

Gestern habe ich mir Kongorot NH3 aus dem Nachhbardorf ausgeliehen, finde aber weder im Erb/Matheis noch im Myko-Wörterbuch von Dörfelt den Unterschied zu SDS und eine Anleitung zum richtigen Gebrauch... dann könnte ich an der Orbilia noch ein bisschen üben ;-)

Viele Grüße - Rika

Hallo ´le
gemeint sind wohl diese Orbilia-typischen SBs, und SCBs..
tja, gibt es m.W. nicht. Aus welchen Stoffen sie bestehen, ist auch nicht
bekannt. In Kulturen lassen sich "die Dinger" nicht derart
anreichern, dass man ihnen mit Massenspektrometrie beikommen könnte. Also
alles bloss Vermutungen. Die SBs werden erst kurz vor der Sporenreife
angelegt, die SCBs oft schon früher. Beide haben aber nichts miteinander
zu tun. SBs sind (bei Orbilien) meist vorhanden, SCBs sind seltener, und
wenn vorhanden, dann oft bei Arten mit recht langen Wachstumsperioden (1
Monat bis etwas 1 Jahr, in ariden Gegenden gerne sogar länger). Der SB ist
m.E. nicht der Anfang vom Keimporus. Wozu der aber gut ist, ist nicht
bekannt. Ebensowenig, warum der nur bei den (eher primitiven)
Orbiliomycetes vorkommt, und warum "modernere" Pilzarten den
nicht übernommen haben. Gleiches gilt für die SCBs.
BTW: die Bestimmung auf xanthoguttulata ist m.M. ziemlich sicher. Nix spricht
dagegen. Das Substrat sieht mir - der Rinde nach zu beurteilen - sehr nach
Corylus aus. Darauf hatte ich O. xanthoguttulata noch nicht, auf Salix
caprea und Populus tremula aber schon einige Male. Sie zu finden ist so
schwer nicht: Leuchtend gelbe Punkte an Bast, meist in Wunden oder an
loser Rinde, und dort oft am Rand und in Spalten und in Löchern der
Epidermis(....).
Schöne Grüsse aus dem verschifften Westen,
Guy


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