Re: nochmal zum tintling: hier die "glosse"
Hallo,
nun ein etwas ernster zu nehmender Beitrag von meiner Seite zu der Veröffentlichung im Tintling:
Wenn ich mich richtig erinnere sind deutsche Pilznamen meist willkürlich gewählt und keineswegs regional noch international genormt.
Nehmen wir zum Beispiel den beliebten Cantharellus cibarius :
Ich habe diesen Pilz erstmalig unter der Bezeichnung Eierschwammerl kennengelernt weitere regionale Bezeichnungen wie Reherl und eben Pfiffi konnte ich alsbald diesen Pilz zuordnen und auch den Begriff „Pfifferrupfen“ habe ich in der Oberpfalz für das Sammeln eben diesen Pilzes kennengelernt.
Dann könnte man in noch Rozites caperatus anführen:
ob man ihn nun Zigeuner(l) oder Reifpilz nennt dürfe für den interessierten Mykologen keine Rolle spielen - er kann mit beiden Bezeichnungen etwas anfangen.
Auch der beliebte Maronenröhrling Xerocomus (Boletus?) badius wird unter Sammlern meist als Maronerl oder Braunkappe bezeichnet – was sollte daran schlimm sein?
Und zu den in Bayern beliebten Täuberln, den sogenannten Täublingen (Russula) ist m.E. nicht mehr viel zu sagen.
Ein weiteres Beispiel wie irreführend die deutschen Pilzbezeichungen sein können hat vor kurzen Herr Till R. Lohmeyer im DGFM Forum kundgetan: http://www.dgfm-ev.de/phorum/read.php?f=8&i=862&t=862
Den abschließenden Satz in der „Glosse“ von Herrn Zehfuss:
„Zitat Anfang“
Nein, das Internet ist gewiss nicht der Müllhaufen der Informationsgesellschaft - aber es wird von manchen dazu gemacht.
„Zitat Ende“
finde ich persönlich mehr als bedenklich, habe ich doch in diesen „Müllhaufen“ sehr viele interessierte und interessante Leute kennengelernt die das faszinierende Hobby Mykologie mit mir teilen.
Gruß Hans