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Re: gibts einen pädagogischen Ansatz?

Karin_2, (vor 8081 Tagen) @ Birgit

Hallo Karin,
Das ist schlicht gesagt nicht zutreffend. Die meisten Schreiber hier, die
diese Begriffe verwenden, kennen sowohl die korrekte deutsche als auch die
"botanische" Bezeichnung eines Pilzes. Die wenigen Ausnahmen
lernen spätestens beim Kauf eines Pilzbuches und/oder bei intensiverer
Beschäftigung mit Pilzen die korrekten Bezeichnungen.

Hallo Birgit,

das sehe ich nicht ganz so, sondern meine durchaus den Einzug einer gewissen Schnodderigkeit im Gebrauch der Sprache feststellen zu können. Das bezieht sich aber auf fast alle Lebensbereiche und nicht nur auf die Pilze. Das Internet mit seiner schnelllebigen Struktur leistet einem gewissen sorglosen Umgang mit der Sprache Vorschub und die unzähligen Anglizismen tun dazu ihr Übriges.
Abgesehen davon nehme ich mich davon gar nicht mal grundsätzlich aus, sondern habe mich vielmehr auch schon dabei ertappt einen Knollenblätterpilz als "Knolli" bezeichnet zu haben. Perli, Pfiffi, Steini und Champi käme mir allerdings nicht in den Sinn, denn die korrekten namen sind ja auch nicht schlecht. Flocki mag schon wegen der Länge seines Volksnamens vielleicht ein Grenzfall sein, mit Apostroph ist er für meinen Geschmack aber weit jenseits der Grenze. Dies ist aber nur eine persönliche Meinung, nicht mehr.

Ich frage mich

hautpsächlich auch, welchen pädagogischen Ansatz der Kommentar von Herr
Zehfuß verfolgt? Wer solcherart provoziert, erzeugt automatisch heftigen
Widerspruch. Das ist nun wirklich altbekannt und kann bei jedem Schüler
oder Jugendlichen verfolgt werden, einem Lehrer ist dies sicher bekannt.
Daraus folgt für mich, daß der Kommentar offensichtlich gar nicht
überzeugen wollte und ich lande bei ähnlichen Schlußfolgerungen wie sie
hier in einigen Postings schon angesprochen wurden.

Wie ich schon sagte, kann und möchte ich mich vielen der hier dargelegten Meinungsäußerungen nicht verschließen.

Wie könnte hingegen ein sinnvollerer pädagogischer Ansatz aussehen? Eine
Möglichkeit wäre, mit gutem Beispiel voranzugehen. Ein Ansatz, der in der
Kindererziehung immer wieder empfohlen wird, auch wenn dieser sicher auch
nicht immer zum Erfolg führt.

Nun ja, dass Herr Zehfuß in puncto korrekte Anwendung der deutschen Sprache mit gutem Beispiel vorangeht, wird man ihm sicher nicht aberkennen wollen.

Eine weitere Möglichkeit ist, seinen Geist zu öffnen und zu realisieren, daß
viele Wege nach Rom führen (auch über den Flocki-Umweg). Diese Sichtweise
wird aber meines Erachtens nach heutzutage oft nicht praktiziert, auch in
Hernn Zehfuß Kommentar nicht. Gerade dies halte ich aber auch für eines
der maßgeblichen Probleme, die zu unserer hausgemachten
Pisa-Bildungsmisere beitragen. Ich beurteile dies nicht nur aus dem hohlen
Buch heraus, sondern hauptsächlich aus meiner Erfahrung als
Nachhilfelehrerin für Mathematik. Auch bei mathematischen Problemen gibt
es meist viele verschiedene Wege, die zum korrekten Ergebnis führen. Alle
Wege sind richtig, manche dauern viel länger und sind komplizierter als
andere, aber die SChüler lernen ungleich viel mehr aus diesen Umwegen und
aus ihren möglichen Fehlern. In der Realität lernen die Schüler
hauptsächlich Kochrezepte, die den einzig "wahren" Weg
propagieren, kritische Fragen (könnte man das nicht auch anders machen?)
werden häufig niedergebügelt oder durch die oft repressive Atmosphäre des
Unterrichts von vorneherein unterdrückt. So erziehe ich mir Schüler, die
zum selbstständigen, kreativen Lösen von Problemen nicht mehr fähig sind,
bei Abschluß der Schule ist dieses Ziel bei den meisten SChülern
vollkommen erreicht. Diese SChüler sind vollkommen überfordert, eigene
Lösungsansätze für neue Probleme zu produzieren.

Einverstanden. Gute Argumentation.

ANalogien zum hier diskutierten Thema möge sich bitte jeder selber
vorstellen, ich denke sie sind offensichtlich.

Was mir dabei am meisten zu denken gibt, ist dieser Satz aus einem anderen Posting: "Außerdem will ich Christoph Hahn zustimmen, das vorliegende Tintlingsheft hätte ich mir sicher nicht gekauft, und dies nicht nur wegen der Glosse. Ich hoffe das ändert sich wieder."

Nun, man wird sehen....; ich tue was ich kann und ich denke die Autoren des Tintling tun das ebenso. Vielleicht äußern sich gerade zu der vorliegenden Seite (und natürlich auch zu den anderen 71) auch Leser z.B. in Form eines Leserbriefes. Ich würde mich sehr darüber freuen.

Liebe Grüße
Birgit

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Karin

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