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Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

Andreas ⌂, (vor 9585 Tagen) 8.003 Beiträge @ interhias

Servus Andreas
Finde ich ziemlich bemerkenswert, daß du jemanden kennst, dem vom
netzstieligen Hexenröhrling schlecht geworden ist. Aber neuerdings wird ja
auch in den Pilzbüchern immer wieder drauf hingewiesen, daß der
netzstielige "Blaue" leicht giftig ist.
Mir persönlich ist nur ein Fall bekannt, wo ihn jemand angeblich nicht
vertragen hat. Das waren zwei Freunde von mir, die die Hexen gebraten und
Rotwein dazu gepichelt haben. Aber so wie ich die zwei kenne, bin ich
davon ausgegangen, daß ihnen von dem vielen Wein schlecht geworden ist.
Ansonsten verwende ich den netztstieligen Hexenröhrling schon seit ich denken
kann, und zwar ohne ihn abzukochen, sondern meist einfach im Mischgericht
aus der Pfanne. Sehr häufig auch getrocknet. Im übrigen, so wie ich mich
kenne, auch nie ohne Alkohol. Vielleicht sollte man einfach von einer
individuellen Unverträglichkeit ausgehen?!
Interhias

Ja, es ist natürlich eine individuelle Reaktion. Aber wenn es sich nicht nur um Ausnahmefälle handelt, sondern immer mal wieder berichtet wird, so muss man als Pilzsachverständiger Ratsuchende darauf hinweisen. Und es handelt sich nicht nur um Einzelfälle! Ich vertrag' ihn übrigens auch problemlos und abkochen tu ich Pilze prinzipiell nie. Da lass ich sie lieber gleich im Wald stehen ....

Ich kann nur ernstlich warnen, den Netzstieligen Hexenröhrling unbesorgt an alle Leute zu verteilen. Weist sie bitte auf das Risiko hin (wenn es auch klein sein mag) und laßt sie selbst entscheiden, ob sie das probieren wollen oder nicht.

Gruß,
Andreas

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