Re: Grüngefelderter Täubling
Dann schau' Dir mal das Bild im "Sarnari" von Russula cyanoxantha
forma cutefracta, der grünen Variante des Frauentäublings mit rissiger
Huthaut an, oder von Russula monspeliensis var. sejuncta (der hat glaub'
ich keinen deutschen Namen)!
Wenn Du jeden grünen Pilz mit rissiger Huthaut "spontan sicher" als
Grüngefelderten Täubling bestimmst und dann nicht nachmikroskopierst,
wirst Du natürlich nie von Zweifeln befallen. Das ist natürlich meist gar
nicht anders machbar (tu' ich auch so), aber manchmal eben falsch. So
haben sich zahlreiche Dauerfehlbestimmungen über hundert Jahre in der
Literatur festgefressen.
Ich kann nur jedem raten, gelegentlich einen "trivialen" Pilz
sauber durchzubestimmen. Und dazu gehört bei Täublingen die
Eisensulfat-Probe.
Beim Steinpilz wurde solange von verschiedenen namhaften Autoren behauptet,
er wäre viersporig, ohne daß je einer den Steinpilz unter's Mikroskop
gelegt hat, bis eine Varietät "var. trispora" beschrieben wurde.
Aber siehe da, der Steinpilz ist immer dreisporig - oder habt Ihr schonmal
einen viersporigen unter der Linse gehabt?
Gruß
Wolfgang
Besten Dank für die Infos, welche Literatur gibt es eigentlich zu chemischen Reaktionen und mikroskopischen Eigenschaften von Täublingen?
Gruß, Johann