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Re: Mykologen und Theologen

Christoph ⌂, (vor 6157 Tagen) 878 Beiträge @ Hagen Graebner

Hallo Hagen...

Solange man sich beschreibend mit der Natur befasst, gibt es da sicher auch
keine Konflikte, lediglich, wenn man sich über die Herkunft des Lebens,
des Universums und des ganzen Restes Gedanken macht.

Stimmt, sehr gut ausgedrückt, finde ich.

Ich setze mal ganz provokant einen drauf und behaupte, dass manchmal die Theologie an sich wenig mit Glauben zu tun hat und möchte zwei Aussagen zitieren:

"Uns und den Unsrigen ist das Märchen vom Jesus zum Segen geworden!"
(Papst Pius II., 1405-1464)

oder auch recht "nett":

"Es bedarf nichts als Geschwätz, um beim Volke Eindruck zu machen. Je weniger es begreift, desto mehr bewundert es. Unsere Väter und Lehrer haben oft nicht das gesagt, was sie dachten, sondern was ihnen die Umstände und das Bedürfnis in den Mund legten.
(Gregor von Nazianz, Kirchenlehrer um 390)"

Insofern muss der Beruf des Theologen nicht unbedingt mit einem tieferen Glauben einhergehen (wobei ich den genannten Mykologen diesen gar nicht absprechen möchte oder kann). Ich möchte einfach nur ein bisserl sanft provozieren ;-).

LG
Christoph

Was wahrscheinlich auch was damit zu tun hatte, dass Theologie für
"Begabte" eine gute Karrieremöglichkeit war, der Job zumindest
damals mit genügend Freizeit verbunden war und die Ausbildung ein solides
Fundament gab. Viel mehr als Theologie, Medizin, Philosophie und Jura gab
es ja auch nicht. Auch andere Naturwissenschaftler hatten Theologie
studiert, z.B. der ältere Brehm (der Vogelpastor) und ein englischer
Privatgelehrter namens Ch. Darwin.
Solange man sich beschreibend mit der Natur befasst, gibt es da sicher auch
keine Konflikte, lediglich, wenn man sich über die Herkunft des Lebens,
des Universums und des ganzen Restes Gedanken macht.
Gruß
Hagen

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