Re: Leuchtgas (Stadtgas)
Hallo Jürgen,
"Geruchsangaben bei Ricken sind nicht wirklich von ihm. Genau wie ich war
Ricken ein starker Raucher mit eingeschränktem Geruchsempfinden. Er ließ
daher immer seine Haushälterin an den Pilzen riechen, und
"seine" Geruchsangaben stammen daher von IHR."
Sehr interessant! Gibt es da Quellen dazu, dass das so war?
Ja, die gibt es. Ich hab jetzt mal in seinen Blätterpilzen nachgesucht und nichts gefunden. In irgend einer anderen Publikation, vielleicht ein Nachruf oder einer noch späteren (evtl. Dr. Haas) war das nachzulesen, und ich glaube mich sogar daran zu erinnern, dass die Haushälterin Frl. Seidel hieß. In einer früheren Ausgabe des "Handbuch für Pilzfreunde" war eine mehrere Seiten lange Abhandlung über Gerüche bei Pilzen, und vielleicht war es auch da drin. Leider habe ich nicht die Zeit, das jetzt zu recherchieren. Vielleicht stoße ich rein zufällig mal darauf und werde Dir nachberichten.
Beste Grüße, Heinz Ebert
Hallo Heinz,
Sehr interessant! Gibt es da Quellen dazu, dass das so war? Raucher haben ja
tatsächlich einen etwas abgestumpften Geruchssinn ... aber ich glaube, man
braucht keine besonders feinsinnige Nase, um den Gestank des
Schwefelritterlings wahrzunehmen *g*
Ja, so sagt man, aber ich glaube nicht so richtig daran; unser Geruchssinn
ist einfach nur ziemlich "untrainiert", was nichtalltägliche
Düfte anbelangt. Der Rest ist wohl auch eine "Geschmacksfrage"
(Wird in der Sinnesphysiologie als "Hedonik" bezeichnet). Man
darf das nicht miteinander verwechseln; also Geschmacksfrage (oder
Beurteilung) und die Unfähigkeit bestimmte Stoffe riechen zu können.
*g* Ja, da bin ich auch grad dranDa würde mich interessieren, wer diesen
Geruchseindruck in die Bestimmungsliteratur eingeführt hat - ich vermute
dass es Moser war, aber das ist einfach sehr schwierig herauzubekommen,
weil ja jeder vom anderen abkupfert
Grüßle
Jürgen
Da würde mich interessieren, wer diesen