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Birgit, (vor 8925 Tagen) 2.644 Beiträge @ Andreas

Hallo Andreas,

wie geht das nur ;-)(?), irgendwie muß ich dir bei diesen allgemeineren Themen öfter vollkommen zustimmen.

Solange es sich um Pilze handelt die nicht selten oder aus sonstigen Gründen
besonders schützenswert sind kann doch jeder probieren ob er was
schmackhaftes draus machen kann.
Natürlich "muss" man keine Ackerlinge gegessen haben, aber es zu
testen wie er schmeckt schadet doch auch niemandem.
Ich find's im übrigen durchaus interessant mal den einen oder anderen
ungewöhnlichen Pilz auszuprobieren. Ist auf Deiner Liste z.B. der
Dickblättrige Schwärztäubling? Sicher nicht, denn er gilt landläufig als
miserabel schmeckender Pilz. Stimmt gar nicht und er ist häufig, jeder
Anfänger kann ihn sofort erkennen, warum also nicht diesen Pilz essen
wenn's einem schmeckt?

Ich hab auch schon wollige Milchlinge und den Pfeffermilchling probiert... warum nicht? wobei der Pfeffermilchling im unmittelbaren Umkreis schon fast unter die schonenswerten Pilze fällt aber kulinarisch eindeutig besser abschneidet.

Warum nicht mal versuchen, ob man aus dem Samtfuß-Krempling nicht doch was
Brauchbares hinbekommt?

nun ja, Testesser behaupten das Gegenteil, aber nur zu ;-).

Ich selbst bin kein großer Pilzesser, ein paar mal Morchelrahmsoße oder
Tortellini mit Steinpilz reicht mir grob gesagt im Jahr, dazu noch
zwei-drei neue Sachen ausprobieren. Aber zum einen bin ich's den
Ratsuchenden in der Pilzberatung schuldig, auch bei solchen Fragen
Auskunft geben zu können, zum anderen würden wir, zumindest in Stuttgart,
null-komma-null Chancen haben neue Mitglieder zu bekommen, wenn wir ihnen
von vornherein den Spaß am Pilzesammeln und -zubereiten nehmen würden. Das
Interesse an Pilzen über den Kochtopfrand hinaus schreitet im Verein fast
von alleine fort wenn man den Spaß und die Freude an Pilzen wecken kann!
Am Himbeerensammeln stört sich doch auch keiner und wenn jemand partout
Ebereschengsälz machen will, so what?

Genau! Und ich merke an mir selber, wie sich das Interesse vom Kochtopf immer mehr in Richtung Mykologie verlagert. Wenn ich mir die meisten mir bekannten Pilzfreunde anschaue, scheint die logische Entwicklung vom Kochtopf zum Mykologen zu führen. Seltsamerweise ;-) scheint diese Entwicklung zum "ernsthaften Mykologen" aber zwingend mit einem Verlust der mykophagischen Eigenschaften (wie bei dir ja auch) einherzugehen. Es bedürfte näherer wissenschaftlicher Untersuchungen inwieweit dieser Vorgang statistisch abgesichert werden kann und wo die Ursachen dieses merkwürdigen Phänomens begründet liegen ;-).

Liebe Grüße

Birgit

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