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Re: Panikmache bei Pilzen ... wirklich sooo schlim

Andreas ⌂, (vor 8355 Tagen) 8.003 Beiträge @ Rainer_aus_AC

Hallo Rainer

Man stelle sich nur mal vor, dass in einem so dicht bevölkerten Land wie
Deutschland
Wildpilze bei der breiten Bevölkerung beliebt und geschätzt wären, und im
Herbst dann
jeder zweite in den Wald zieht ... (oh graus!)

In Ländern des Ostblocks wird sehr vielmehr gesammelt wie hier - auch in den dichter besiedelten Gebieten wie Schlesien oder so.
Und trotzdem gibt's dort Pilze .....

Vermutlich wäre es dann nur noch eine Frage der Zeit, bis wir eine ähnliche
Situation
wie in den Niederlanden hättem, wo (meines Wissens) Pilze Sammeln
grundsätzlich verboten ist

Die Pilzknappheit in Holland ist auf andere Einflüsse aöls das Sammeln zurückzuführen, vor allem auf übermäßige Nitrifizierung jedes Eckchen Landes durch die intensive Landwirtschaft.

Also - ich für meinen Teil finde es ganz o.k., dass Pilzen mit grossem
Respekt begegnet wird, auch wenn's oft ziemlich übertrieben ist.

Respekt ja, aber überzogene Panikmache mit dem (von mir unterstellten) Zweck, den eigenen Status "Pilzberater" entsprechend wichtig erscheinen zu lassen, findet bei mir kein Verständnis.

Nachtrag: Wenn man den Gedanken weiterspinnt, stellt sich natürlich auch die
Frage, ob viele öffentlichkeitswirksame Aktionen von Pilzvereinen überhaupt im langfristigen Interesse der Pilzfreunde selbst liegen ...

Wenn Du das Interesse von Pilzfreunden dahingehend definierst, ein möglichst großes Revier möglichst alleine von möglichst vielen Speisepilzen zu befreien, dann gibt es sicherlich keinen Grund, öffentlichkeitswirksam zu agieren.
Ich persönlich möchte aber nicht der einzige Pilzfreund auf der Welt sein .....

Beste grüße,
Andreas

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