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Re: Panikmache?

Huperzia ⌂, (vor 8354 Tagen) 2.287 Beiträge @ Christoph

Hallo Christoph,

Ich sehe das einfach anders.

Kann man es nicht auch andersrum sehen: Weil eben Aufklärung betrieben wird
und die Leute gewarnt sind, gibt es so wenige Vergiftungen.
Da es also nur noch wenige Vergiftungen gibt, muss ja nicht mehr aufgeklärt
werden???
Das klingt ähnlich wie der Prinzipienstreit bei Schgutzimpfungen. Da fast
alle gegen Polio geimpft sind, ist die Krankheit fast kein Thema mehr bei
uns.
Da es aber fast kein Polio mehr gibt, propagieren einige, man solle nicht
mehr impfen, da Impfungen ja auch ein Stress für den Körper sind. Wenn man
flächendeckend damit aufhören würde, wäre Polio sehr schnell wieder
präsent.

Kann man auch alles anders sehen. Paßt vielleicht nicht ins Forum, aber gerade bei Impfungen wird eine dermaßen aggressive Panikmachebetrieben und jeder der eigenverantwortlich handelt von den "Wissenden" übelst bevormundet und von absolut "unterbelichtet" bis hin zum Mörder beschimpft, daß ich mir gerade das für die Pilze nicht wünsche. Danach gäb es wirklich bald nur noch eine richtige Meinung und alle würden nur noch das eine tun und denken (dürfen).
Warum darf nicht auch jemand, der Pilzwissender ist, seine Meinung/Überzeugung/Wissen kundtun, daß Frühjahrslorcheln eben auch eßbar sind?
(Ich bin jedenfalls sehr froh, daß esauch Ärzte gibt, die bei der Impfhysterie nicht mitmachen und uns auch undurchgeimpft behandeln, wenn es mal nottut.)
Es ist nunmal umstritten. Ebenso wie auch die Tödlichkeit von Autobahnfahrten umstritten ist ....dürften da nicht eigentlich auch nur noch theoretisch denkende Statistiker entscheiden, wie gefährlich eine Fahrt für mich ist? Warum gesteht man hier den Fahrenden Eigenverantwortung zu und bei Dingen, die doch viel persönlicher sind wie Speisepilzverzehr, weiß das ein anderer besser?

Ich jedenfalls würdemir vielmehr Menschen wünschen, die selbst denken und Verantwortung tragen und eben nicht nur stur irgendwelchen Vorschriften gehorchen. Dadurch daß man eine abweichende Meinung, die man eben hat, kundtut (und über die Strittigkeit aufklärt!) zwingt man mehr Leute zum Selbstdenken.

Viele Grüße,

Tanja

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