Re: Viva Russela!!!
Rein kulinarisch ist das aber ein Fehler, Volker!
Täublinge können insbesondere gebraten, aber auch in Mischgerichten
ausgesprochen lecker sein. Diese wenigaufdringliche, aber
nussig-mandelartige Aroma und dazu diese Knusprigkeit- wau!
Auch wenn ich Täublinge für Gäste zubereitet habe, wurde mir immer bestätigt,
selten so gute Pilze gegessen zu haben.
Für grüngefelderte Täublinge lasse ich sämtlich Steinpilze stehen. Aber auch
Frauen - und Speisetäublinge sind hervoragend. Viele andere Arten
zumindest gut! Am besten im noch kugeligen Zustand sammeln. Dann haben
sich auch Schneckenviecher und Maden noch nicht gütlich getan. Für die
häufigsten und besten eßbaren Täublinge entwickelt man jedenfalls schnell
einen Blick.
Hallo Leonie !
Ich kann mich deiner Meinung nur vollinhaltlich anschließen - Täublinge sind den Röhrlingen und auch dem Steinpilz geschmacklich überlegen. Zudem bleiben sie im Gericht knackig (bißfest) und werden nicht schleimig.
Aber nicht nur der Grünfeldrige, Frauen- u. Speisetäubling sind super. Probier doch mal den Orangeroten Graustieltäubling (eine echte Delikatesse !). Auch der Apfeltäubling und der Weinrote Graustieltäubling sind echte Hämmer !
Am optimalsten ist aber noch immer R. langei (der Hartfleischige Frauentäubling) - wächst bei mir in den Kalkalpen ab etwa 1000 m NN - Größe bis 22 cm Hutdurchmesser, Fleisch hart wie beim Wieseltäubling, nie wurmig und im Hutbereich bis 2,5 cm dick - Geschmack ähnlich dem Grünfeldrigen (vielleicht find ich ja mal ein Foto
).
Nur bei den braunhütigen Täublingen rund um den Ledertäubling sollte man aufpassen; da gibts schon mal den einen oder anderen, der einem ein ganzes Gericht vergällen kann (obwohl roh probiert mild!!).
Grüße
Markus H.
PS: Probier doch auch mal die kleinen, wie z.B. den Papageitäubling (R.ionochlora).