Re: Stellungnahme des BfR zum Grünling
Hallo Grünlingsfans,
Hallo Thomas,
ich finde diesen Vergleich absolut unzulässig!
Wieso wird die Wirkung einer ordnungsgemäß zubereiteten Pilzart mit der
irgendeiner willkürlich herausgegriffenen NICHT ordnungsgemäß zubereiteten
verglichen? Das ist für mich entweder bewußte Meinungsmache oder
Inkompetenz, um es mal hart auszudrücken. Beides macht sich nicht gut in
einem Studienbericht und ich reg' mich da echt drüber auf! - merkt man mir
gar nicht an, gelle
Leider gibt's noch keine Betablocker per Mail. Aber Scherz beiseite,
ich habe den Eindruck, Du verwechselst das einfach. Es wurde nicht die Wirkung oder Giftigkeit verglichen. Ich wiederhole:
Im strittigen BfR-Papier wurde die Z A H L der Vergiftungsfälle verglichen!
Denkst Du, dass die reine Zahl der Vergiftungsfälle nichts über das statistische Vergiftungsrisiko aussagt? Ich schon. Was daran inkompetent oder bewusste Meinungsmache sein könnte, ist mir schleierhaft? Abgesehen davon, dass ich diesen Vorwurf für, gelinde gesagt, abwegig halte. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, welchen Sinn und Zweck eine irgendwie geartete Meinungsmache bezüglich der Giftigkeit eines Pilzes haben könnte.
In jedem noch so einfachen Pilzbuch steht klipp und klar drin, dass auch gute
Speispilze immer und ausnahmslos gut gekocht werden müssen, seien es nun
Hexenröhrlinge, Rotkappen (die auch tödlich sein können -> USA) oder
Perlpilze oder was-weiß-ich-noch. Als Ausnahmen werden höchstens hie und
da mal Zuchtchampignons oder Steinpilz erwähnt - und schon letzteren
verträgt auch nicht jeder roh.
Wieso dann dieser Vergleich mit rohen Hallimasch??
Eine mögliche Erklärung habe ich in meinem vorherigen Posting geliefert. Was schlägst Du als angemessenen Vergleich vor?
beste Grüße,
Andreas
Thomas
